gebraucht; gut - Private Widmung auf dem Vortitelblatt, Fehlstelle am unteren Buchrücken - Die Bhagavad Gita (Sanskrit: "Der Gesang des Erhabenen" oder "Gottes Gesang") ist eine der zentralen heiligen Schriften des Hinduismus - ein philosophisches Lehrgedicht, das als Teil des umfangreichen indischen Epos Mahabharata überliefert ist. Der Rahmen: ein Grundsatzdialog auf einem Schlachtfeld. Die Protagonisten: Arjuna, drittgeborener Pandava-Prinz, meisterhafter Bogenschütze, als unbesiegter Krieger Symbol für Stärke und Mut und sein Wagenlenker und göttlicher Mentor Krishna. Das Dilemma: zu Beginn der großen Schlacht steht Arjuna den Reihen seiner eigenen Verwandten, Freunde und Lehrer gegenüber, er weigert sich zu kämpfen, weil er das Töten seiner eigenen Familie moralisch für unvertretbar hält. Sein göttlicher Wagenlenker - eine Inkarnation des Gottes Vishnu - belehrt ihn: mit grundlegenden philosophischen und spirituellen Verbindlichkeiten. Krishna erklärt, dass die Seele (Atman) ewig und unzerstörbar, während der Körper vergänglich sei, und dass Arjuna seine heilige Pflicht (Dharma) als Krieger zu erfüllen habe, unabhängig von den physischen Folgen (Karma) seiner Pflichterfüllung. Diese Gott-Mensch-Belehrung ist Teil des 'Mahabharata' (Sanskrit für "Die große Geschichte der Bharatas"). Es ist mit rund 100.000 Doppelversen das längste Epos der Weltliteratur und gilt im Hinduismus als "fünfter Veda". Die Veden (Sanskrit für "Wissen") sind die ältesten, heiligen Texte des Hinduismus, die als geoffenbarte göttliche Weisheit (Shruti) gelten. Sie stammen aus der vedischen Zeit (ca. 1750-500 v. Chr.) und bestehen primär aus Hymnen, rituellen Opferanleitungen und philosophischen Texten. Die vier Hauptveden sind Rigveda, Samaveda, Yajurveda und Atharvaveda. Die 'Geschichte der Bharatas' gilt als fünfter Veda. Hier geht es um einen blutigen Familienkonflikt. Die Parteien: zwei Gruppen von Cousins. Die fünf tugendhaften Pandavas (Söhne von König Pandu) und die 100 mißgünstigen Kauravas (Söhne des blinden Königs Dhritarashtra). Der Anfang: ein Würfelspiel. Manipuliert durch einen der mißgünstigen, verloren durch einen der tugendhaften Familienvertreter. Für den Verlierer hieß das: Verlust des Königreichs, der Ehefrau und eine dreizehnjährige Verbannung. Nach dreizehn Jahren: Anspruch des Verlierers, Yudhishthira, auf Rückkehr in sein Königreich. Verweigerung durch die unverändert mißgünstige Verwandtschaft. Die Folge: Krieg, die 18-tägigen Schlacht von Kurukshetra, die Dezimierung des Kschatriya-Adels Indiens. Der belehrende Dialog unseres Buche ist der Prolog zur Schlacht.