gebraucht; sehr gut - Ohne Schutzumschlag - "The Travels of Ibn Battuta A.D. 1325-1354" ist eine mehrbändige Übersetzung und kommentierte Ausgabe des arabischen Reiseberichts Rihla von Ibn Battuta. Seine Erzählung "Ein Geschenk für die Neugierigen, über die Wunder der Städte und die Wunder des Reisens" dokumentiert die fast 30-jährige Reise des marokkanischen Gelehrten und Entdeckers durch die islamische Welt und darüber hinaus von Nordafrika über Westafrika und Indien bis nach China. Sie liefert überraschende Einblicke in das Leben, die Politik, die sozialen Bräuche und religiösen Praktiken des 14. Jahrhunderts. Abu Abdallah Muhammad ibn Battuta (1304 - 1368), geboren im marokkanischen Tanger, war Rechtsgelehrter. Für seine Reise gab es einen religiösen Anlaß: er brach 1325 zu einer Pilgerfahrt nach Mekka auf, die sich mit vielen Um-, Ab- und Irrwegen zu einer 120 000 Kilometer-Tour verlängerte. Zunächst zog er in Richtung Mekka, dann verschlug es ihn über Mesopotamien an die Seidenstraße, er reiste entlang der ostafrikanischen Küste, im Folgenden ging es wieder von Mekka über Konstantinopel in das Sultanat von Delhi, schließlich über die Malediven nach China, erneut zurück nach Mekka und von hier über Tanger ins maurische Spanien und schließlich über das nördliche Schwarzafrika zurück in die Heimat. Nach seiner Rückkehr diente er sich seinem Sultan Abu Inan Faris als in aller Welt praktizierender Kadi und als Günstling der in der jeweiligen Welt Herrschenden an. Der Sultan wünschte sich die Verschriftlichung des Reiseberichts und sorgte für einen prominenten Ghostwriter, Mohammed Ibn Dschuzaj, der sich an der Literarisierung der Reiseerinnerungen beteiligte. Der Halle-Wittenberg'sche Professur für Islamkunde und Arabistik, Ralf Eiger, hat seine Übersetzung und Herausgabe einer gekürzten Fassung von Muhammad al-Bailuni (einem syrischen Gelehrten des 17. Jahrhunderts) für kritische Hinterfragungen genutzt. Sein Resumé: es gebe zahlreiche Indizien dafür, "dass Ibn Battutas Reisebericht (z.T.?) nicht auf eigenen Beobachtungen fußt", dabei sind für Eiger "am bemerkenswertesten ... die auffallenden Ähnlichkeiten zu verschiedenen Schriften seiner Zeit, allen voran ... zum Pilger-Reisebericht eines gewissen Ahmad Ibn Dschubair." (Die Wunder des Morgenlandes: Reisen durch Afrika und Asien, 2010)