gebraucht; gut - Goldgeprg. Rückentitel, Einbanddekor, marmorierter Schnitt, Lesebändchen ; gut bis sehr gut erhalten. - Adolf Keller (1872 - 1963) war schweizer Theologe. Nach seiner Ordination im Jahr 1896 war er als Hilfspfarrer in der deutsch-evangelischen Gemeinde in Kairo tätig. In dieser Zeit (1908) besuchte er das Katharinenkloster im Sinai - eine Reise, die in Kairo begann, über das Rote Meer und durch die Wüste bis in das Kloster am Berge Horeb (Sinaiberg) führte. Sein Interesse war biblisch: die Geschichte des Klosters geht bis ins 6. Jahrhundert zurück. Es zählt damit zu den ältesten Klöstern der Christenheit. Zu den Erzählungen über den Ort gehörte, dass sich hier der brennende Dornenbusch befunden haben soll, aus dem sich Gott Moses mitteilte. Dabei ging es um zwei Botschaften: die Offenbarung des Gottesnamens ("Ich bin, der Ich sein werde" = JHWH,) und als Berufung des Mose, der sich danach aufmacht, den Exodus seines Volkes aus dem Herrschaftsbereich des Pharaos zu organisieren. Besondere Aufmerksamkeit widmet der reisende Autor der Klosterbibliothek, deren Bücher zu den ältesten erhaltenen Büchern der Christen zählen. Neben dem Kloster erfährt der Leser noch einiges über das Land Sinai, die Wüsten, die Geschichte des Landes und über die Menschen und ihre Traditionen. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz (1899) hielt er es nur noch bis 1923 in den Diensten als evangelisch-reformierter Gemeindepfarrer aus: danach wurde er Aktivist in ökumenischen Bewegungen, interreligiösen Dialogen und arbeitete an der praktischen Nutzung psychoanalytischen Wissens in Glaubenszusammenhängen.