gebraucht; gut - ohne Schutzumschlag, Einband leicht fleckig, private Widmung im Vorsatz - Martin Buber (1878 - 1965) überarbeitete zwischen 1954 und 1962 den Text durch letzte Änderungen in seinen Arbeitsexemplaren. Das Projekt einer Neuübertragung der Hebräischen Bibel ins Deutsche hatte gemeinsam mit Franz Rosenzweig (1886 - 1929) 1923 begonnen. Es ging ihnen bei ihrer Arbeit um eine "Verdeutschung der Schrift". Während der vier Jahre bis zu Rosenzweigs Tod hatten sie zusammen bis zum 53. Kapitel Jeschajahu (Jesaja) übersetzt. Während der folgenden acht Jahre arbeitete Buber weiter, nun allein und weniger intensiv, und hatte mit der besonders schwierigen Arbeit am Buche Ijob (Hiob) begonnen, als er Anfang 1938 nach Jerusalem zog. Bis dahin waren die einzelnen "Bücher" erst im Verlag Lambert Schneider und dann im Schocken Verlag erschienen. Dann kam der November 1938 mit der sogenannten "Kristallnacht", dem landesweiten Pogrom gegen die Juden, der Schocken Verlag wurde geschlossen, und im folgenden Jahr brach der Krieg aus. Erst 1952 wandte sich der Schweizer Verleger Jakob Hegner an Martin Buber mit dem Angebot, die "Schrift" herauszugeben. Im darauf folgenden Jahrzehnt vollendete Buber nicht nur die schwierige Arbeit an Hiob, sondern revidierte auch den ganzen bis dahin übersetzten Text und übersetzte dann die zehn übrigen Bücher der "Schriftwerke". Zwischen 1954 und 1962 erschien die "Schrift" in fünf Bänden: "Die fünf Bücher der Weisung", "Die Bücherder Geschichte", "Bücher der Kündung", "Das Buch derPreisungen" und "Die Schriftwerke". Kritiker feierten: die Verdeutschung des Alten Testaments durch die Beiden sei eine sprachschöpferische Leistung, die das hebräische Original so genau wie möglich in der deutschen Sprache nachbildet.