gebraucht; gut - 94 S. ; 21 cm Schutzumschlag randrissig - Sadhu Sundar Singh (1888 - (?:)1929) war ein indischer Christ, der sich wie ein hinduistischer 'Sadhu' ( ‚guter/heiliger Mann') für ein monastisch religiöses, streng asketisches, vagantes Leben entschied und im Sinne Jesu Christi im indischen Hinterland wirkungsvoll missionierte. Der Widerstand des hinduistisch geprägten Establishments: Singh vertrete eine rein westliche, mit der indischen Kultur nicht vereinbare Sicht auf Gott. Diesen Gegnern antwortet er in seinem Buch. - Sein Übersetzer, Friedrich Heiler (1892 - 1967), beschäftigte sich mit Singhs Gottessuche im Rahmen einer intensiven Kenntnisnahme des missionierenden Inders: 'Sadhu Sundar Singh. Ein Apostel des Ostens und Westens', die 1924 als Buch erschien. Heiler war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits eine theologische Ausnahmeerscheinung: römisch-katholisch sozialisiert, 1917 und 1918 'im alten Glauben' promovert und habilitiert (Allgemeine Religionsgeschichte) geriet er bereits ein Jahr später an einen überzeugenden Lutheraner, Nathan Söderblom (1866 - 1931 - späterer Mitinitiator des Weltkirchenrats und Friedensnobelpreisträger), der ihn für die Idee einer Ökumene der 'allumfassenden' und protestierenden Kirche begeisterte. Heiler blieb Katholik, wurde Mitglied der Lutherischen Kirche Schwedens und in Deutschland von 1929 bis 1933 und 1947 bis 1962 erster Vorsitzender der 'Hochkirchlichen Vereinigung Augsburgischen Bekenntnisses' - ein Verein, der bis heute mit dem Bekenntnis zu 'Evangelischer Katholizität' für eine Erneuerungsbewegung in der evangelischen Kirche "im Dienst an der Einen Heiligen Kirche Jesu Christi" wirbt. Ein Katholik an der Spitze einer protestantischen Bewegung, die sich zur "wechselseitigen Anerkennung der Ämter" zur "Verantwortung vor der Ökumene" bekennt - "denn die Kirche der Zukunft wird ökumenisch sein oder sie wird nicht sein."