gebraucht; gut - Oberer Buchrücken beschabt, Einband angeschmutzt, Vors. mit Besitzervermerk u. braunfleckig - Datum der Erstveröffentlichung: 1886. Titel übersetzt: Cashel Byrons Beruf. Nr. 4 der Romane seiner Kindheit. Außerdem: Der bewundernswerte Bashville und ein Essay über den modernen Preiskampf. - Vier Jahre lang hatte sich Shaw bei diversen Verlagen um eine Veröffentlichung bemüht. Schließlich wurde "Cashel Byron's Profession" in einer sozialistischen Zeitschrift in serialisierter Form veröffentlicht. Der Held, Cashel Byron (Zufall?: ein Namensvetter des Romantikers und Kombattanten der griechischen Freiheitskämpfer Lord Byron): ein preisboxender Star, Bild von einem Mann, intellektuell entwicklungsbedürftig. "Dieser Ausbund männlicher Schönheit und Kraft hat in seinem herrlichen, aber vom Geiste gänzlich unbewohnten Kopf einen aberwitzigen Entschluß gefaßt. Lydia Carew, ein Mädchen der high society, mit Landsitz und großem Vermögen, liebreizend, klug, hochgebildet und von äußerst feiner Sitte – kurz: ein Muster menschlich-gesellschaftlicher Vollkommenheit und turmhoch über dem Boxer – sie soll seine Frau werden." Dies ist der Stand nach 290 Seiten. Zehn Seiten später hat er sie. Sie ergibt sich im Namen ihres Erfinders kampflos. Maria Poelchau erklärt: Shaw „führt sie stramm an der Kandare der Theorie. Diese Theorie kommt ... von Darwin und heißt Veredelung der Rasse. Das gesittete Weib und der Mann des Impulses, ihr Gehirn und seine Figur, das ist im Hinblick auf Nachwuchs eine vertrauenerweckende Mischung." Und mit dieser Pointe war Shaw mitten in den Diskussionen seiner Zeit: dort halfen die sozialdarwinistischen Auslesebotschaften bei der Rechtfertigung von Besitz- und Herrschaftsansprüchen. (siehe: Maria Poelchau, Sie ist so klug – er ist so schön. Shaws Spott über die "Veredelung der Rasse", in: Zeit-Online, 6. November 1959)