gebraucht; gut - Farbschnitt und Blindprägung auf dem Vorderdeckel - Elisabeth Achler oder Elsbeth Achler (auch „Elisabeth von Reute“: 1386 - 1420) war Ordensschwester (Franziskaner-Terziarin) und Mystikerin. Sie war 1406 Mitbegründerin eines Klosters, das (mit Unterbrechung) bis heute existiert. Auf den Weg brachte sie ihr Beichtvater Konrad Kügelin (1364? - 1428), Propst im Chorherrenstift St. Peter in Bad Waldsee, dem Geburtsort von Elisabeth Achler. Kurz nach ihrem Tod entstand Kügelins 'Dit erst büchlyn ist von der seligen ... Elizabeth' (zwischen 1420 und 1428), das als Grundlage für eine Heiligsprechung konzipiert war.Der Autor schrieb vier Fassungen. Die erste lateinische ist verloren, die drei übrigen sind auf Deutsch und erhalten. Vorliegende lateinische Fassungen sind spätere Übersetzungen. In seiner Lebensbeschreibung erscheint Elisabeth als eine Mystikerin, die Visionen hatte, ekstatische Zustände erlebte, die Wundmale Christi trug und drei Jahre ohne zu essen lebte. Und dieser Kampf gegen Hunger, Bedürfnis und Lust war aus Sicht des geistlichen Herrn eine heiligende Kampfstätte: „Da nun die liebe Jungfrau in der Wahrheit keine leiblichen Speise aß, da konnte sie auch keinen Stuhlgang haben. Da kam der Teufel so manches Mal zu ihr und brachte mit sich Menschenkot, der darüber hinaus übel roch, als wäre es Schwefel und Harz zusammengemischt. Und den Kot tat der böse Geist in ein Becken oder einen Krug oder in ein Geschirr, das in der Kammer stand, damit man sehe, daß sie auch zu Stuhl ging und damit der Argwohn, daß sie heimlich esse, umso größer in den Schwestern werde. Noch mehr: Der Teufel nahm auch denselben Kot und warf ihn auf ihre Schlafkammer durch ein Fenster, daß die Wände von außen unrein wurden, darum, daß das Ärgernis zunehme und nicht ab." Die Schilderungen hatten die gewünschte Wirkung: Ihre Seligsprechung erfolgte am 19. Juli 1766 durch Papst Clemens XIII.