gebraucht; sehr gut - Hans Georg „Hannes“ Heer (geb.1941) ist Historiker, Regisseur und Publizist. Er war einer der maßgeblichen Gestalter der Wehrmachtsausstellung (Originaltitel: „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944“), die als Wanderausstellung ab Mitte der 1990er Jahre zum ersten Mal die Kriegsverbrechen der regulären deutschen Streitkräfte während des Zweiten Weltkriegs dokumentierte. Heer trug damit – gegen heftige öffentliche Widerstände - dazu bei, den u. a. von ehemaligen Wehrmachtsoffizieren (siehe u. a. Franz Halder 1884 - 1972, Generalstabschef des Heers!) und ihnen assistierenden rechtsextremen und geschichtsrevisionistischen Kreisen verbreiteten Mythos von der „sauberen Wehrmacht“ im Bewusstsein der deutschen Bevölkerung zu erschüttern. Für diese Leistung wurde Hannes Heer 1997 stellvertretend für das Organisationsteam der Ausstellung mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille ausgezeichnet.