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Untersuchungen über die thermische Reduktion von Ton, die Schwefelung der erhaltenen Aluminium-Rohlegierungen und die Elektrolyse von Aluminiumsulfid
Untersuchungen über die thermische Reduktion von Ton, die Schwefelung der erhaltenen Aluminium-Rohlegierungen und die Elektrolyse von Aluminiumsulfid
| Bestellnummer | 169645 |
| ISBN / EAN | - |
| Person / Körperschaft | Giesen, Kurt |
| Titel | Untersuchungen über die thermische Reduktion von Ton, die Schwefelung der erhaltenen Aluminium-Rohlegierungen und die Elektrolyse von Aluminiumsulfid |
| Untertitel | (Dissertation Technische Hochschule Aachen) |
| Auflage | - |
| Erscheinungsjahr | 1939 |
| Ort, Verlag/ Hersteller | - |
| Seiten | 39 Seiten; 29 cm |
| Format | Bibliothekseinband |
| Gewicht (Gramm) | 300 |
| Sprache | Deutsch |
| Zustand | gebraucht; gut |
| Beschreibung | Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt.Die Doktorarbeit ist ein Dokument aus einer angespannten Vorkriegsphase der Aluminiumforschung: man war auf der Suche nach Aluminiumgewinnungsverfahren, die den Aufwand der Hall-Héroult-Prozesse sparten. Giesen war dabei experimentell auf der Suche mit folgenden Fragen: ist eine thermische Reduktion von Ton möglich? Kann man Aluminium aus Tonerde ohne Elektrolyse gewinnen? Funktioniert die Schwefelung der Rohlegierungen? Wie beeinflusst Schwefel die Eigenschaften der reduzierten Aluminiumlegierungen? Ist Elektrolyse von Aluminiumsulfid möglich? Generell: gibt es ein alternatives Elektrolyseverfahren mit niedrigerem Energiebedarf? Das Ganze war der Versuch, die Aluminiumproduktion energieärmer und rohstoffflexibler zu machen. Giesen schlug am Ende seiner Arbeit ein alternatives Aluminiumgewinnungsverfahren vor, das aus drei Schritten bestand: (1) Thermische Reduktion von Ton - Gewinnung einer Aluminium-Rohlegierung; (2) Schwefelung dieser Rohlegierung - Umwandlung in Aluminiumsulfid; (3) Elektrolyse von Aluminiumsulfid - Gewinnung von Aluminium bei niedrigeren Temperaturen. Das Ziel war klar: es ging um ein Verfahren, das weniger Energie braucht als Hall-Héroult und heimische Rohstoffe nutzt. Das Ergebnis kann nur aussichtslos gewesen sein. Wir wissen dreierlei sicher: (1) die thermische Reduktion von Ton ist chemisch möglich, aber technisch unvollständig. (2) Die Schwefelung der Rohlegierungen ist durchführbar, aber führt zu instabilen und unbrauchbaren Zwischenprodukten. (3) Die Elektrolyse von Aluminiumsulfid ist prinzipiell denkbar, aber praktisch nicht stabil. Kriegswirtschaftlich relevante Autarkie-Forschung. Trotz allem: eine hochrelevante Studie zur Aluminiumgewinnung aus heimischem Ton mittels des Aluminiumsulfid-Verfahrens zur Umgehung von Bauxit-Importen. Unverzichtbar für die metallurgische und patentrechtliche Abteilung der MG. |
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