Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt.Für die MG gab es aktuelle und dringende Gründe, dieses Buch zur Kenntnis zu nehmen (und im Kopf zu behalten). Anfang der 1980er Jahre erlebte Deutschland eine Welle neuer Umweltauflagen (wie die Novellierung der TA Luft 1986 oder das Bundes-Immissionsschutzgesetz). Industriebetriebe durften organische Lösungsmittel (VOCs) nicht mehr ungefiltert in die Luft blasen. Burckhardts Buch lieferte der MG die exakten gesetzlichen und technischen Rahmenbedingungen, die ab sofort für alle Industrieanlagen galten. Dies war auch zukunftsentscheidend für die MG Tochter 'Lurgi': wenn Autofabriken oder Maschinenbauer ihre Lackieranlagen auf „umweltfreundlich“ (zh“ (z. B. Pulverlacke oder Wasserlacke) umstellen mussten, veränderte das die gesamte Fabrikarchitektur. Die Lurgi baute genau diese Anlagen, die man dafür brauchte: Großbrennkammern, Abluftreinigungsanlagen und Lösemittel-Rückgewinnungssysteme. Dieses Buch lieferte den Lurgi-Ingenieuren das verfahrenstechnische Pflichtwissen, um solche umwelttechnischen Großprojekte zu konzipieren.verfahrenstechnische Pflichtwissen, um solche umwelttechnischen Großprojekte zu konzipieren. Dabei ist wichtig: in den 1980er Jahren versuchte die MG nach strategischen Vostandentscheidungen, sich ein „grünes“ Image aufzubauen und sich als Pionier der Umwelttechnik zu positionieren. Um diese Marktführerschaft zu untermauern, musste das verfahrenstechnische Zentrallabor jede technologische Neuerung auf dem Gebiet der emissionsarmen Oberflächentechnik kennen.
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