gebraucht; gut - Widmung und Signatur von jr. Max Valentiner auf dem Vortitelblatt - Kopfschnitt stockfleckig. - Christian August Max Ahlmann Valentiner (1883 - 1949) war hochdekorierter deutscher Marineoffizier und U-Boot-Kommandant im Ersten Weltkrieg. Unter Valentiners Kammando versenkten diverse U-Boote während des Krieges insgesamt 142 Schiffe mit einer Tonnage von über 300.000 BRT. Mit hunderten Toten. Damit war Valentiner nach dem Krieg für die Siegermächte Frankreich, Großbritannien und Italien ein gesuchter Kriegsverbrecher. Im Deutschen Reich wurde er dagegen als einer der erfolgreichsten U-Boot-Kommandanten der Seekriegsgeschichte gerühmt. Nach Jahren unter falschem Namen und in zivilen Berufen wurde er 1934 im Allgemeinen Marineamt des Reichswehrministeriums reaktiviert. Im gleichen Jahr erschien sein Buch 'U 38 - Wikingerfahrten eines deutschen U-Bootes'. In Sachen Eigenwerbung der zweite Durchgang: bereits 1917 hatte Valentiner sich mit '300.000 Tonnen versenkt! - Meine U-Boots-Fahrten' gemeldet. Drei Dinge an unserem Buch überraschen: der Text des deutschen Kriegshelden ist 1991 ins Spanische übersetzt worden. Der Druckort ist Caracas. Und die Übersetzerin ist Claudia S. Sierich - wenn keine Namensgleichheit vorliegt - eine 1963 in Caracas geborene, in München ausgebildete, ebenso gefragte wie prämierte Übersetzerin und Autorin. Es ist nicht gelungen, den Zusammenhang, der die Beteiligten zur Veröffentlichung zusammengebracht haben soll, nachzuvollziehen.