gebraucht; gut - Wasserfleck a. vord. Deckel u. Buchrücken, Buckdeckel gewölbt - Johannes Aurifaber, latinisiert aus Johann Goldschmied (um 1519 in Weimar - 1575), war lutherischer Theologe. Er wurde zur Unterscheidung von einem gleichnamigen Breslauer Zeitgenossen auch Johannes Aurifaber Vimariensis (Johann Goldschmied aus Weimar) genannt. Nach einem Studium an der 'Artistischen Fakultät' in Wittenberg, Tätigkeit als Privatlehrer der Mansfelder Grafensöhne, als Feldprediger des Grafen von Mansfeld Teilnahme am Krieg Karls V. gegen Heinrich II., 1545 Rückkehr nach Wittenberg, Beginn eines Theologiestudiums. Dabei: Einzug in Luthers Haus und Berufung zum letzten Famulus des Reformators. Aurifaber erlebte sein Jahr an Luthers Seite (Luther starb 1546) als Lebensaufgabe. Er brachte zunächst Briefe Luthers in Buchform - 1556 erschien der erste Band lateinischer Lutherbriefe von 1507 bis 1522 - der zweite Band wurde nicht realisiert. Er war im Folgendenden mit Georg Rörer beteiligt an der Herausgabe der Jenaer Lutherausgabe, die zwischen 1553 bis 1558 in zwölf Bänden erschien. 1564 und 1565 sorgte er für die Zusammenstellung von zwei Bänden mit deutschen Büchern, Schriften und Predigten Luthers aus den Jahren 1516 bis 1538, die die Wittenberger und Jenaer Ausgabe ergänzten und es gelang ihm neun Jahre nach dem ersten den zweiten Band mit lateinischen Lutherbriefen bis 1528 in den Druck zu geben. 1566 erschien dann seine erfolgreichste Veröffentlichung: die 'Tischreden oder Colloquia Doct. Mart. Luthers'.