gebraucht; gut - Einband fleckig, private Widmung auf dem Titelblatt. - Ernst Gustav Georg Wobbermin (1869 - 1943) war evangelischer Theologe. Seit 1922 war er Professor für Systematische Theologie an der Universität Göttingen. Der Heidelberger Akademie der Wissenschaften gehörte er seit 1920 als außerordentliches und seit 1922 als auswärtiges Mitglied an. Seit 1929 war er ordentliches und seit 1935 auswärtiges Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften. Seit 1933 unterstützte er die NS-Regierung. Er gehörte zu den Unterzeichnern des Bekenntnisses der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler und dem nationalsozialistischen Staat vom 11. November 1933. Wobbermin teilte und propagierte den nationalsozialistischen Antisemitismus. Im Grußwort zu seiner Berliner Festschrift zum 70. Geburtstag bekannte er sich als „begeisterter Herold nationaler Gesinnung". Und diese Begeisterung fand ihren Ausdruck in Schriften wie 'Deutscher Staat und evangelische Kirche' (1934), über 'Rassen- und Arier-Fragen in der Kirche' (1938), 'Schleiermachers protestantische und vaterländische Sendung' (1938) oder 'Der Bischof von Gloucester über Volkstum und Kirche in England und Deutschland' (1939). Wobbermin stellte dabei seine Theologie ganz in den Dienst des Staates Hitlers; seine evangelische Kirche war die des Reichsbischofs Müller. Im Jahre 1939 erklärte er seine Bereitschaft zur Mitarbeit am Eisenacher Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben.