London, New York, Toronto: Oxford University Press.
Seiten
VIII, 174 Seiten, mit zahlreichen geologischen Karten, Profilen, Tabellen und Falttafeln.
Format
29 cm, Leinen
Gewicht (Gramm)
1500
Sprache
Englisch
Zustand
gebraucht; gut
Beschreibung
Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt. Innen sauber und ohne Anstreichungen.Vincent Charles Illing (1888-1969) war führender britischer Erdölgeologe und Professor am Imperial College in London. Er war weltweiter Pionier für die Verknüpfung von Geologie und kommerzieller Ölförderung. Beitragende Autoren: Ein internationales Netzwerk aus Geologen, Chefingenieuren großer Ölkonzerne und regierungsnahen Gutachtern, die exklusives Datenmaterial für die jeweiligen Länder bereitstellten. Beteiligte Institutionen: Imperial College London als Illings Forschungsstelle sowie große Ölkonzerne, die indirekt über Datenzulieferungen der Anglo-Iranian Oil Company (später BP), Shell und der Iraq Petroleum Company eingebunden waren. In der Zusammenführung der Beiträge ging es um die regionale Geologie und die Strukturdaten aller damals bekannten Erdöllagerstätten der östlichen Hemisphäre (Europa, Naher Osten, Afrika, Asien, Australasien).Nach dem Krieg änderte sich die Fokussierung der Metallgesellschaft. Öl wurde lebenswichtig. Der Hintergrund: Bis zum Zweiten Weltkrieg basierte die europäische Industrie komplett auf Kohle. Nach 1945 drängte kostengünstigeres Erdöl aus dem Nahen Osten auf den Markt. Zudem hatte Öl einen höheren Heizwert als Kohle, war flüssig leichter zu transportieren und verdrängte damit die Kohle als Primärenergieträger rasant. Die MG sortierte sich neu: In den 1950er und 1960er Jahren stellte sie ihre Hüttenwerke (wie die Berzelius-Anlagen oder die Beteiligung an der Norddeutschen Affinerie) und deren thermische Prozesse von Kohle auf Schweröl (und später Erdgas) um. Das betraf die reine Erzeugung von Prozesswärme. Mit Wunschwirkung: Mit der Ölbefeuerung wurde eine präzise Temperatursteuerung möglich. Schmelzöfen, Röstöfen für Erze und Raffinationsherde wurden auf Schwerölbrenner umgerüstet, deren Hitze sich im Gegensatz zu Kohlefeuern exakt regeln ließ - ein Entwicklungssprung bei der Veredelung hochreiner Metalle. Zugleich war Schweröl damals extrem billig. Die Hütten konnten die Energiekosten pro Tonne erzeugtem Metall drastisch senken. Bei alledem galt: Öl diente ausschließlich der reinen Hitzeerzeugung. Im Inneren der Öfen wurde mit dem Stein-Erz-Geröll weiterhin auch Kohle auf 2000 Grad erhitzt. Sie blieb dort entscheidend für chemische Reaktionen: Um aus einem metallhaltigen Erz (z. B. Bleioxid oder Zinkoxid) das reine Metall herauszulösen, benötigte man Kohlenstoff, der den Sauerstoff bindet. Diese Rolle als Reduktionsmittel konnte das Öl nicht übernehmen.Für die MG hieß das: Die geologischen Daten aus London waren für die Frankfurter Energiebeschaffung elementare Navigationshilfen.
Kundenrezensionen
Leider sind noch keine Bewertungen vorhanden. Seien Sie der Erste, der das Produkt bewertet.
Sie müssen angemeldet sein um eine Bewertung abgeben zu können. Anmelden