The heat-treatment and annealing of aluminium and its alloys.
Untertitel
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Auflage
-
Erscheinungsjahr
1932
Ort, Verlag/ Hersteller
Chapman & Hall, London
Seiten
XVII, 341 Seiten; 25 cm
Format
Leinen
Gewicht (Gramm)
1500
Sprache
Englisch
Zustand
gebraucht; gut
Beschreibung
Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt.Wichtig zu wissen: zu diesem Zeitpunkt war die MG noch unter der Kontroole der Gründerfaamilie. Hier ging es um Internationales Benchmarking. Die MG war zur dieser Zeit ein Global Player mit weltweiten Beteiligungen. Um die Marktführerschaft ihrer eigenen Aluminium-Legierungen (wie dem Duralumin der Konzerntochter Dürener Metallwerke) zu sichern, musste die Forschungsabteilung akribisch überwachen, welche metallurgischen Erkenntnisse und industriellen Standards die britische Konkurrenz (Chapman & Hall war der führende Londoner Wissenschaftsverlag) blizierte. Und das vorliegende Buch war ein Praxisleitfaden für die industrielle Thermoprozesstechnik: eines der ersten umfassenden, englischsprachigen Handbücher, das sich rein pragmatisch mit der thermischen Behandlung befasste. Für die Ofenbau-Ingenieure der Lurgi lieferte es exakte empirische Daten: bei welchen Temperaturen, wie lange und unter welchen atmosphärischen Bedingungen mussten Aluminiumknet- und -gusslegierungen geglüht (annealing) und abgeschreckt werden, um maximale Festigkeit zu erreichen? Es ging weiterhin um die Verhinderung von Produktionsausschuss: Die Wärmebehandlung von Aluminium ist extrem fehleranfällig (Überhitzung führt zu Kornwachstum oder gar zum Schmelzen der Korngrenzen). Budgen analysiert die typischen Fehlerquellen in der Fabrikpraxis. Die MG benötigte dieses Wissen, um die eigenen Lizenznehmer und Kunden im In- und Ausland technisch beraten zu können. Schließlich stellte sich das Vormaterial-Problem für die Automobil- und Luftfahrtindustrie: Anfang der 1930er Jahre stieg der Bedarf an perfekt wärmebehandeltem Aluminium im Motoren- und Karosseriebau rasant an. Budgen lieferte die metallkundliche Brücke zwischen der reinen Theorie im Labor und der rauen Praxis in den Werkshallen der Walz- und Presswerke. Alles in allem: Ein bedeutendes britisches Standardwerk zur industriellen Thermoprozesstechnik von Leichtmetallen. Praxisorientiertes Handbuch über Glühverfahren, Gefügeoptimierung und Fehlervermeidung bei der thermischen Veredelung von Aluminiumwerkstoffen. Unverzichtbares Referenzwerk für das Lurgi-Ofenbaubüro und das metallurgische Zentrallabor der MG zur internationalen Konkurrenzbeobachtung.
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