General Council of Medical Education and Registration (Hg.),
Titel
The British Pharmacopoeia 1914. Pursuant to the acts 21. & 22 Victoria Cap 90 (1858) and 25 & 26 Victoria Cap 91 (1862)
Untertitel
Published under the Direction of the General Council of medical Education and Registration of the United Kingdom.
Auflage
-
Erscheinungsjahr
1914
Ort, Verlag/ Hersteller
London : Published for the General Medical Council by Constable & Co
Seiten
XXXI, 602 Seiten, mit detaillierten chemischen Prüfvorschriften und Tabellen
Format
8° , gebundene Ausgabe, Bibliothekseinband.
Gewicht (Gramm)
700
Sprache
Englisch
Zustand
gebraucht; gut
Beschreibung
Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt. Innen sauber und ohne Anstreichungen.Herausgeber war das General Medical Council (GMC) - die offizielle, gesetzlich legitimierte Ärztekammer des Vereinigten Königreichs, die qua Kronenbeschluss für die Standardisierung von Heilmitteln im gesamten British Empire zuständig war. Die redaktionelle Arbeit lag in den Händen führender britischer Chemiker, Pharmakologen und Botaniker. Das Buch war das offizielle Arzneibuch (Pharmakopöe) Großbritanniens. Es definierte die damaligen gesetzlich verbindlichen Reinheitsgrade, chemischen Zusammensetzungen, Testverfahren und Identitätsnachweise für Hunderte von chemischen Substanzen, Pflanzensäften und Mineralien. Es sollte eine landesweit gleichbleibende Qualität von Chemikalien sicherstellen. Die Ausgabe von 1914 markierte damit den historischen Moment, in dem die klassische Kräuterkunde endgültig von der exakten, mathematisierten und laborchemischen Synthese verdrängt wurde. Die MG handelte bereits in dieser Zeit nicht nur mit Roherzen, sondern über ihre Tochtergesellschaften und Laboratorien (sowie im engen Verbund mit der Frankfurter Degussa) mit hochreinen Metallsalzen und chemischen Verbindungen. Viele dieser Produkte – wie Bismutsalze, Zinkoxide, Kupfersulfat, Quecksilberverbindungen, Arsen und Jod – wurden in der Pharmazie und Kosmetik eingesetzt. Die MG benötigte dieses Buch als verbindliche Rechtsgrundlage, um zu wissen, welche exakten chemischen Reinheitskriterien ihre Produkte in Vereinigren Königreich erfüllen mussten, um auf dem dortigen Weltmarkt zugelassen zu werden.
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