Two Series of educational Lectures on Surface Protection against Wear and Surface Protection against Corrosion presented to the Members of the ASM during the thirty-fifth National Metall Congress and Exposition, Cleveland, October 19 to 23, 1953.
Auflage
-
Erscheinungsjahr
1954
Ort, Verlag/ Hersteller
Cleveland Ohio: Published by the American Society for Metals.
Seiten
461 Seiten, zahlr. Abb.
Format
-
Gewicht (Gramm)
540
Sprache
Deutsch
Zustand
gebraucht; gut
Beschreibung
Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt. Keine Lese- und NutzungssspurenDieses Werk bündelte die wegweisenden Vorträge des 35. National Metal Congress in Cleveland (Oktober 1953). Es gilt in der Tribologie (Verschleißforschung) und Metallurgie als das US-Standardwerk, das die im Zweiten Weltkrieg rasant weiterentwickelten Technologien des Oberflächenschutzes erstmals systematisch zusammenfasste. Howard Shaeffer Avery war der führende US-Experte für Tribologie und Chefmetallurge der American Brake Shoe Company. Sein Wissen über Verschleiß und Korrosion war für die MG und ihre Töchter zukunftsentscheidend. Der nachkriegerische Wirtschaftsaufschwung war im Jahr 1954 in Fahrt: der reale Zuwachs des Bruttosozialprodukts lag bei rund 8 Prozent, der Gesamtindex der industriellen Produktion war im Frühjahr 1954 bereits rund 10 % höher als im Vorjahresmonat, Ab dem Spätsommer (September 1954) verzeichneten die Banken eine starke Zunahme kurzfristiger Wirtschaftskredite, die privaten Konsumausgaben stiegen 1954 real um rund 7 % gegenüber dem Vorjahr. Für die Industrie hieß das: die höhere Maschinenauslastung sorgte für einen beschleunigten physischen Verschleiß (Abnutzung, Defekte, Wartungsstau). ‚Wear' war plötzlich ein ebenso großer ökonomischer Feind wie Korrosion. Averys Buch lieferte die erste systematische Kombination beider Felder: Wie schützt man Oberflächen, die gleichzeitig chemisch angegriffen und mechanisch abgerieben werden. Die Tochtergesellschaft Lurgi baute wieder in aller Welt Chemieanlagen, Erdölraffinerien und Kohleverflüssigungsanlagen (im kanadischen Saskatchewan, im südafrikanischen Sasolburg). Diese gigantischen Reaktoren arbeiteten mit extrem abrasiven Katalysatoren und korrosiven Gasen. Die Lurgi-Ingenieure brauchten Averys brandneue US-Daten über Hartlegierungen (Hardfacing), Spritzbeschichtungen und Diffusionsschichten, um internationale Ausschreibungen gegen die amerikanische Konkurrenz zu gewinnen. Die Befunde Avery's waren damit Antworten sowohl auf die akuten Probleme der Maschennnutzer als auch der Konstrukteure und Bauer: man verstand die reine Elektrochemie (Lokalelemente) bereits gut, aber das Verhalten von Legierungen unter dynamischer Dauerbelastung (Ermüdung + Korrosion) war durch den plötzlichen Wirtschaftsboom das drängendste Problem in den Fabriken. Die Maschinen "verreckten" den Betrieben damals schlichtweg an unvorhergesehener Tribokorrosion, weil man die Auslastung so drastisch hochgefahren hatte.
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