(= A. Hartleben’s Chemisch-technische Bibliothek, Band 414).
Auflage
-
Erscheinungsjahr
1941
Ort, Verlag/ Hersteller
Wien: A. Hartleben's Verlag.
Seiten
252 Seiten, mit 26 Abbildungen im Text und mehreren Sortiertabellen.
Format
18,5 cm, Leinen
Gewicht (Gramm)
300
Sprache
Deutsch
Zustand
gebraucht; gut
Beschreibung
Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Einband fleckig, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt. Innen vereinzelt Randmarkierungen mit Bleistift.Das im Kriegsjahr 1941 erschienene Buch war eine hochbrisante rüstungswirtschaftliche Auftrags- oder Notpublikation. Es befasste sich streng praxisorientiert mit der rein schmelztechnischen Rückgewinnung und präzisen Sortierung von kriegswichtigen Altmetallen wie Zinn, Zink, Blei, Kupfer, Bronze, Aluminium, Magnesium und Nickel. Für die Metallgesellschaft (MG) war dieses Handbuch im Jahr 1941 ein Werk von höchster, operativer Priorität für die rüstungswirtschaftliche Pflichtproduktion. Im Zuge des Vierjahresplans und der totalen deutschen Kriegswirtschaft war der Import von Primärerzen weitgehend abgeschnitten. Die MG und ihre Hüttenwerke (wie die Berzelius-Schmelzen) waren gesetzlich gezwungen, ihren Metallbedarf aus Altmaterialien, Schrott und requirierten Zivilbeständen (wie Kirchenglocken, Tuben oder Zinkdachrinnen) zu decken. Thews' Handbuch lieferte den MG-Hüttenmeistern die exakten physikalischen Schnelltests zur Schrott-Sortierung sowie metallurgische Rezepte zur sauberen thermischen Trennung verunreinigter Legierungen ohne Qualitätsverlust im Guss. Das Buch von Thews paßt im übrigen zu den Vorkriegs-Nachrichten von der britischen Duffield Iron Corporation 1937 in London (siehe: Katalog). Die Engländer forschten seit Mitte der dreißiger Jahre an Methoden, um im Falle eines Krieges aus billigen Rohstoffen Eisen zu machen. Die MG hatte auch diese Berichte seit 1938 in ihrem Bibliotheksbestand. Sie saß nun (1941) im blockierten Deutschland, kam an keine neuen Erze mehr heran und stellte zu dem englischen Band aus 1938 das Handbuch von 1941, um ihren Kenntnisstand zur Nutzung von Metallschrott und Beutemetalle für die deutsche Rüstung auf dem Stand zu halten.
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