Ruptures de Fatigue de Pieces de Machines. Classification et Analyse.
Untertitel
-
Auflage
-
Erscheinungsjahr
1968
Ort, Verlag/ Hersteller
Paris, Dunod
Seiten
243 Seiten ; 24 cm
Format
Bibliothekseinband
Gewicht (Gramm)
500
Sprache
Französisch
Zustand
gebraucht; gut
Beschreibung
Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt.Das Werk gilt als klassisches Referenzwerk der Schadenskunde und Fraktographie. Es bietet eine systematische Grundlage zur Identifizierung und Analyse von Ermüdungsbrüchen in der industriellen Praxis. Die Studie unterteilt Ermüdungsbrüche nach ihrem Erscheinungsbild und den Belastungsbedingungen, unter denen sie entstehen. Die Klassifizierung konzentriert sich auf:(1) Makroskopische Merkmale: Unterscheidung zwischen dem glatten Ermüdungsbereich (mit typischen Rastlinien/Beach Marks) und dem rauen Gewaltbruchbereich. (2) Belastungsarten: Systematische Zuordnung der Bruchbilder zu den verursachenden Spannungsarten (Zug/Druck, Biegung, Torsion). (3) Geometrische Einflüsse: Analyse, wie Kerbwirkungen, Wellenabsätze oder Bohrungen den Ort der Rissentstehung und den Verlauf der Bruchfront beeinflussen. Im Folgenden analysieren die Autoren den Bruchvorgang: Die Autoren beschreiben den Ermüdungsprozess in den heute noch standardmäßig verwendeten Phasen: (1) Rissinitiierung (Nucleation): Entstehung mikroskopischer Risse an Stellen hoher Spannungskonzentration oder Materialfehlern. (2) Stabiles Risswachstum (Propagation): Fortschreiten des Risses unter zyklischer Last, was zur Bildung von Rastlinien führt, die die zeitliche Abfolge des Versagens dokumentieren. (3) Restbruch (Final Fracture): Plötzliches Versagen des verbleibenden Querschnitts, sobald dieser die Last nicht mehr tragen kann. Der praktische Nutzen des Buches durchzieht zahlreiche Rezensionen: Das Buch liefert einen „Atlas“ von Bruchbildern. Ein Ingenieur kann durch den Vergleich eines realen Schadensfalls mit den im Buch klassifizierten Mustern erkennen, ob ein Bauteil durch Biegung, Torsion oder Zug-Druck-Belastung versagt hat. Es hilft zu unterscheiden, ob ein Riss durch einen Konstruktionsfehler (z. B. zu scharfe Kanten/Kerbwirkung), einen Materialfehler (Einschlüsse) oder unsachgemäße Bearbeitung (Schleifrisse) entstanden ist. Durch das Verständnis der im Buch beschriebenen Rastlinien können Analysten die Ausbreitungsgeschwindigkeit eines Risses rekonstruieren. Das erlaubt Rückschlüsse darauf, wie lange ein Bauteil trotz Riss noch gehalten hat, was für die Festlegung sicherer Inspektionsintervalle kritisch ist. Anstatt nur die Festigkeit zu erhöhen, nutzt die Praxis die Erkenntnisse von Pomey und Rabbe, um durch gezielte Geometrieanpassungen lokale Spannungsspitzen zu vermeiden, die laut ihrer Analyse die Hauptursache für Ermüdung sind.Schließlich dient es heute als Ausbildungsgrundlage für Werkstoffsachverständige, um eine „Sehschule“ für metallische Bruchflächen zu entwickeln.
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