(= Forschungsergebnisse des verkehrswissenschaftlichen Instituts; Heft 19)
Auflage
-
Erscheinungsjahr
1962
Ort, Verlag/ Hersteller
Berlin, Springer
Seiten
77 Seiten, mit 21 Abbildungen und 30 Tabellen
Format
27 cm, Broschiert
Gewicht (Gramm)
400
Sprache
Deutsch
Zustand
gebraucht; gut
Beschreibung
Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt. Heft etwas gewelltWalther Lambert (1908 - 1987) war Verkehrswissenschaftler, Bauingenieur und Professor. Er leitete als Herausgeber und Hauptautor das ‚Verkehrswissenschaftliche Institut an der Technischen Hochschule Stuttgart'. Lambert galt in den 1960er-Jahren als einer der profiliertesten deutschen Gutachter für Fragen der Verkehrsteilung (Schiene, Straße, Wasser, Pipeline. Das Verkehrswissenschaftliche Institut an der Technischen Hochschule Stuttgart war ein führendes, stark industrie- und regierungsnah forschendes Universitätsinstitut, das wichtige Gutachten für die Infrastrukturplanung der Bundesrepublik erstellte. Die Schrift untersucht Fragen zur damals völlig neuen, revolutionären Infrastruktur der Ölfernleitungen (Pipelines), die seit dem Ende der 1950er-Jahre in Westeuropa geplant und gebaut wurden. Lambert analysiert dabei vor allem die wirtschaftliche Konkurrenz: Wie verändern Pipelines die Frachtraten von Binnenschifffahrt (Rhein) und Eisenbahn? Welche volkswirtschaftlichen Auswirkungen hat die Substitution von Kohle durch Heizöl auf den Güterverkehr? Das waren Überlegungen vor allem für Verkehrsplaner, Logistikleiter der Mineralölindustrie und strategische Vorstände der Energiewirtschaft. Deren Interesse galt den ökonomischen Kalkulationen und Rentabilitätsberechnungen des Pipelinetransports im Vergleich zu klassischen Verkehrsträgern. Bei Lurgi las man das Buch anders: hier hatte man sich bis 1962 als globaler Player im Raffineriebau und der Mineralöltechnik durchgesetzt und las die Pipelineplanungen als Grundlage eigener Projektentwicklungen. Im Jahr der Veröffentlichung wurden im europäischen Binnenraum große Raffineriezentren (u. a. Karlsruhe, Ingolstadt, Staßburg) gebaut, die über das System der Zentraleuropäischen Pipeline CEL oder der Südeuropäischen Pipeline SEPL) direkt mit dem Mittelmeer verbunden wurden. Für diese Zentren projektierte und baute Lurgi die verfahrenstechnischen Anlagen. Um Angebote kalkulieren und Standorte bewerten zu können, mussten die Ingenieure die transportökonomischen Kennzahlen aus Lamberts Studie exakt kennen. Zugleich war auch die Konzernmutter involviert: die Metallgesellschaft war als weltweiter Rohstoff- und Metallhändler von der Binnenschifffahrt auf dem Rhein abhängig. Lamberts Analyse prognostizierte präzise, wie der Siegeszug der Pipelines die Frachtraten auf den Wasserwegen und Schienen verändern würde. Für die Konzernlogistik der MG war das Buch ein wichtiges Frühwarnsystem für die zukünftige Frachtkostenentwicklung.
Kundenrezensionen
Leider sind noch keine Bewertungen vorhanden. Seien Sie der Erste, der das Produkt bewertet.
Sie müssen angemeldet sein um eine Bewertung abgeben zu können. Anmelden