New York : Academic Press, 2000 Buch und Zeitschriften Vlg.
Seiten
xi, 441 pages ; illustrations
Format
8° , gebundene Ausgabe
Gewicht (Gramm)
600
Sprache
Englisch
Zustand
gebraucht; gut
Beschreibung
Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt. Innen sauber und ohne Anstreichungen.Grundlegender Überblicksband zur Defektchemie und Thermodynamik nichtstöchiometrischer Übergangsmetalloxide. Behandelt experimentelle Methoden und theoretische Modelle der späten 1970er Jahre zu Leerstellenbildung, variabler Valenz und Transportprozessen. Bedeutend für Elektrokeramik, Katalyse, Hochtemperatur-Metallurgie und nukleare Oxidmaterialien. Nichtstöchiometrische Oxide sind feste chemische Verbindungen, häufig Übergangsmetalloxide, deren stöchiometrische Verhältnisse von ganzzahligen Werten abweichen. Dies ist auf Gitterdefekte wie Leerstellen oder Zwischengitteratome zurückzuführen. Diese Defekte entstehen durch variable Valenzzustände der Metalle und beeinflussen elektrische, katalytische und magnetische Eigenschaften. Nichtstöchiometrische Oxide haben eine enorme praktische Bedeutung, da ihre Abweichung von der idealen Zusammensetzung – meist durch Sauerstoffleerstellen oder Metallüberschuss – maßgeschneiderte physikalische und chemische Eigenschaften ermöglicht. Sie sind essenziell in der Elektrochemie, Katalyse und Werkstofftechnik. Sie finden z. B. breite Anwendung in der Keramik, bei Supraleitern und in der Elektrochemie. Der Autor, Ole Toft Sørensen, war ein dänischer Materialwissenschaftler, der maßgebliche Forschungsarbeiten zu den thermodynamischen und strukturellen Eigenschaften von Oxiden durchgeführt hat, insbesondere auch im Hinblick auf ihre Anwendung in der Nukleartechnik.Seine Arbeit war direkt mit dem Vergleich von Cerdioxid und Plutoniumoxid verknüpft, da er fundamentale Studien zur Nicht-Stöchiometrie und den Defektstrukturen dieser Materialien veröffentlichte (In der kerntechnischen Forschung wird siegenutzt, um Experimente sicher durchzuführen). Mit alledem lieferte er der MG unverzichtbares Wissen. Nichtstöchiometrische Oxide bestimmen bei hohen Temperaturen: Sauerstoffaktivität, Oxidations und Reduktionsverhalten, Stabilität von Ofenauskleidungen, Verhalten von Schlacken und Schutzschichten. Die MG betrieb und beriet metallurgische Prozesse (Kupfer, Nickel, Zink, Edelmetalle). Dort entscheidet die Defektchemie von Oxiden über: Korrosionsraten, Lebensdauer von Feuerfestmaterialien, Energieverbrauch, Ausbeute. Ein Fehler in der Oxidchemie konnte Millionen kosten. Sørensen lieferte die theoretische Grundlage, um dieses Risiken zu modellieren..
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