| Beschreibung | Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt.Tagungsband des Vereins Deutscher Ingenieure, Fachbereich Werkstofftechnik. Düsseldorf, ca. Mitte/Ende 1980er Jahre. Mehrere Beiträge zu Eigenschaften, Verarbeitung, Einsatzgebieten und technologischen Grenzen metallischer und nichtmetallischer Werkstoffe; mit Tabellen, Diagrammen und Fallstudien aus Maschinenbau, Anlagenbau und industrieller Fertigung. Dieser Band gehört in die Phase, in der der VDI systematisch versuchte, die Werkstofftechnik zu ordnen und die Ingenieure über neue Entwicklungen zu informieren. Die 1980er Jahre waren geprägt von:dem Aufkommen neuer Kunststoffe, der zunehmenden Bedeutung Faserverbundwerkstoffe, dem Vergleich klassischer metallischer Werkstoffe mit neuen Alternativen, der Frage, wie sich Verarbeitungsverfahren (Gießen, Schmieden, Sintern, Extrudieren, Laminieren) technologisch und wirtschaftlich unterscheiden. Der VDI war damals die zentrale Instanz, die solche Vergleiche standardisierte, dokumentierte und in Tagungsbänden veröffentlichte. Der Band ist also ein typisches Produkt der Ingenieur-Selbstverständigung: Wie stehen metallische Werkstoffe gegen nichtmetallische? Wo liegen die Grenzen? Welche Verfahren sind zukunftsfähig? Welche Branchen profitieren? - Warum dieser Band im Bestand der Metallgesellschaft war. Die Metallgesellschaft war nicht nur ein Metall-Konzern, sondern ein breit diversifizierter Industrieverbund, der in den 1980er Jahren: metallurgische Betriebe führte, Maschinenbau- und Anlagenbau-Firmen hielt, Werkstoffforschung betrieb, und sich zunehmend für nichtmetallische Werkstoffe interessierte (z. B. Kunststoffe, Verbundwerkstoffe, Keramik). Für die MG-Ingenieure war es entscheidend zu wissen: welche Werkstoffe sich in der Industrie durchsetzen,welche Verfahren konkurrenzfähig werden, wie sich metallische und nichtmetallische Werkstoffe chnologisch vergleichen, und wo strategische Risiken oder Chancen liegen. |