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Mechanische Trennverfahren. 2 Bücher. Bd. 1: Grundlagen, Ähnlichkeitstheorie, Sedimentieren; Bd. 2: Zentrifugieren, Filtrieren.
Mechanische Trennverfahren. 2 Bücher. Bd. 1: Grundlagen, Ähnlichkeitstheorie, Sedimentieren; Bd. 2: Zentrifugieren, Filtrieren.
| Bestellnummer | 169940 |
| ISBN / EAN | 9783794122530 |
| Person / Körperschaft | Müller, Erich |
| Titel | Mechanische Trennverfahren. 2 Bücher. Bd. 1: Grundlagen, Ähnlichkeitstheorie, Sedimentieren; Bd. 2: Zentrifugieren, Filtrieren. |
| Untertitel | (= Grundzüge der Verfahrenstechnik) |
| Auflage | - |
| Erscheinungsjahr | Bd. 1: 1980, Bd. 2: 1983 |
| Ort, Verlag/ Hersteller | Frankfurt am Main : Otto Salle Verlag (In Kooperation mit dem Verlag Sauerländer (Aarau/Schweiz) |
| Seiten | 255 S.; graph. Darst. / XIV, 306 S., mit zahlreichen Berechnungsformeln, Tabellen und verfahrenstechnischen Prinzipskizzen. |
| Format | kart.; Salle; Sauerländer |
| Gewicht (Gramm) | 600 |
| Sprache | Deutsch |
| Zustand | gebraucht; gut |
| Beschreibung | Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt. Innen sauber und ohne Anstreichungen.In den beiden Büchern hegt es um die mechanischen (nicht-thermischen) Methoden, Stoffgemische aus Feststoffen und Flüssigkeiten zu trennen. Dabei liefert Band 1 liefert das Fundament: die Ähnlichkeitstheorie (unverzichtbar, um Laborversuche mathematisch korrekt auf Fabrikgröße hochzurechnen) sowie das Sedimentieren (Trennen durch Schwerkraft, z.B. in riesigen Klär- und Absetzbecken). Band 2 behandelt die maschinengestützten, beschleunigten Verfahren: das Zentrifugieren (Trennen durch Fliehkraft) und das Filtrieren (Trennen durch poröse Medien unter Druck oder Vakuum). An dieser Stelle habe ich(!) bei meiner Kenntnisnahme Verständnishilfe gebraucht: was ist die 'Ähnlichkeitstehorie'. Ein knappes Resumee meiner Erkundungen: die Ähnlichkeitstheorie (auch Dimensionsanalyse genannt) ist das mathematische Werkzeug, das es möglich macht, eine Industrieanlage im Riesenmaßstab fehlerfrei zu bauen, obwohl man sie vorher nur im Reagenzglas oder im kleinen Labormodell getestet hat.Das Problem, das die MG und Lurgi damals hatten, klingt simpel: man kann ein funktionierendes Labormodell nicht einfach „mal hundert“ nehmen und erwarten, dass es in der Fabrik genauso funktioniert. Wenn ein Rührbecken oder ein Filter proportional vergrößert wird, ändern sich die physikalischen und chemischen Abläufe unprportional und damit zunächst unberechenbar. Die Flüssigkeit fließt anders, das Material wird schwerer, die Wärme kann nicht schnell genug entweichen. Müllers Band 1 lieferte den Ingenieuren die Methode, wie sie dieses Problem überlisten konnten. Die Ähnlichkeitstheorie basiert auf drei Säulen: (1) geometrische Ähnlichkeit: das ist die einfachste Form. Alle Längenverhältnisse zwischen Modell und Großausführung müssen im gleichen Verhältnis stehen. (2) Kinematische Ähnlichkeit: Die Geschwindigkeiten und Strömungen an den verschiedenen Punkten des Modells müssen im gleichen Verhältnis zu denen der Großanlage stehen. Die Flüssigkeit muss fließen „wie im Kleinen“.(3) Dynamische Ähnlichkeit - der entscheidende Punkt: alle wirkenden Kräfte (wie Schwerkraft, Reibung, Trägheit oder Fliehkraft) müssen im Modell und in der Großanlage im exakt gleichen Verhältnis zueinander stehen. Um diese Ähnlichkeiten zu berechnen, nutzt die Theorie sogenannte dimensionslose Kennzahlen. Die bekannteste ist die Reynolds-Zahl für Strömungen.Der Anwendungstrick der Lurgi-Ingenieure war: solange diese Kennzahl im kleinen Laborversuch in Frankfurt exakt denselben Wert hatte wie später in der gigantischen Gaswaschanlage in Sibirien, wusste man mit absoluter Sicherheit, dass sich die Flüssigkeiten und Gase dort draußen physikalisch exakt gleich verhalten – selbst wenn die Großanlage zehntausendmal größer war. Dies wae für die MG und ihre Tochter Lurgi geschäftsentscjeidend: ohne die Ähnlichkeitstheorie wäre der Großanlagenbau ein unkalkulierbares wirtschaftliches Risiko gewesen. Müllers Bücher lieferten die mathematischen Brücken (die „Scale-up“-Regeln), mit denen Lurgi seinen Kunden weltweit garantieren konnte: „Was in Frankfurt im Labor funktioniert, das funktioniert auch in einer Fabrik in Astrachan.“ |
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