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Low Temperature Mechanical Properties of Copper and Selected Copper Alloys. A Compilation From the Literature
Low Temperature Mechanical Properties of Copper and Selected Copper Alloys. A Compilation From the Literature
| Bestellnummer | 158349 |
| ISBN / EAN | - |
| Person / Körperschaft | Reed, Richard Palmer and Ritchie P. Mikesell, |
| Titel | Low Temperature Mechanical Properties of Copper and Selected Copper Alloys. A Compilation From the Literature |
| Untertitel | (= National Bureau of Standards, Monograph No. 101) |
| Auflage | - |
| Erscheinungsjahr | 1967 |
| Ort, Verlag/ Hersteller | United States Department of Commerce, Washington D.C. |
| Seiten | 161 S.: graph.-Darst. |
| Format | 4°, Hardcover/Pappeinband |
| Gewicht (Gramm) | 1200 |
| Sprache | Englisch |
| Zustand | gebraucht; gut |
| Beschreibung | Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt. Innen sauber und ohne Anstreichungen.Bei dieser Literaturrecherche handelt es sich um eine umfassende Ergebniszusammenstellung in Sachen mechanischer Eigenschaften (wie Zugfestigkeit, Kerbschlagzähigkeit und Elastizitätsmodule) von Kupfer und Kupferlegierungen bei Temperaturen bis hinunter zu flüssigem Helium. Das sind 4 Kelvin. Die Temperatur, bei der Helium unter normalem Luftdruck flüssig wird (der Siedepunkt liegt exakt bei 4,222 K). In Celsius entspricht das etwa -269 °C. Dies ist extrem nah am theoretischen Nullpunkt (0 K oder -273,15 °C), an dem jede Teilchenbewegung zum Erliegen kommt. Die Nachforschungen von Reed und Mikesell liefern Daten für diesen Bereich. Deren Bedeutung: während viele Metalle bei dieser extremen Kälte glashart und spröde werden und bei Belastung einfach zerspringen, bleibt Kupfer auch bei 4 K duktil (verformbar) und wird sogar noch fester, was es zum idealen Werkstoff für die Tieftemperaturtechnik (Kryotechnik) macht. In den sechziger Jahren waren diese Ergebnisse industrielle zukunftsentscheidend: (1) die Entwicklung von Raketentriebwerken (wie bei der Saturn V) war Regierungsprogramm. Diese nutzen flüssigen Wasserstoff (ca. 20 K) und flüssigen Sauerstoff (ca. 90 K) als Treibstoff. Ingenieure mussten genau wissen, welche Kupferlegierungen für Leitungen, Brennkammer-Auskleidungen und Dichtungen sicher sind, ohne bei dieser extremen Kälte zu bersten. (2) In dieser Zeit begann der Bau großer Teilchenbeschleuniger und die Entwicklung der ersten supraleitenden Magnete. Da Supraleiter meist in einer Matrix aus reinem Kupfer eingebettet sind (zur Stabilisierung bei einem plötzlichen Zusammenbruch der Supraleitung), lieferte das Wissen über Kupfer die physikalische Grundlage für den Bau dieser Anlagen (z. B. für das CERN oder nationale Labore in den USA). (3) Die industrielle Verflüssigung und Lagerung von Gasen (Stickstoff, Helium, Argon) wurde zu einem Massenmarkt. Für den Bau von riesigen Lagerbehältern, Wärmetauschern und Pumpen benötigte die Schwerindustrie verlässliche Referenzwerte, um Materialversagen durch „Kältesprödigkeit“ zu verhindern. Und bei alledem war die Frankfurter Metallgesellschaft doppelt beteiligt: sie war als Muttergesellschaft (MG) mit ihrem weltweiten Handel maßgeblicher Akteur bei der Rohstoffbeschaffung: u. a. von Kupfer. Und sie gründete bereits 1930 eine 'Tochter': die VDM (Vereinigte Deutsche Metallwerke AG), die sich auf Metallverarbeitung spezialisierte und nun jene Bleche, Rohre und Drähte aus Kupfer und Messing fertigte, deren physikalische Eigenschaften in Werken wie der NBS Monograph 101 analysiert wurden. entwickelte sich die VDM zum Pionier für Hochleistungswerkstoffe. Sie lieferten die Materialien für die erste Generation der deutschen Kernreaktoren, die chemische Industrie und die aufkommende Luft- und Raumfahrt.Kryotechnik-Bezug: Die VDM fertigte Legierungen, die extrem korrosionsbeständig und kältezäh waren. Ohne die präzisen Daten aus den USA (wie die von Reed/Mikesell) hätten deutsche Ingenieure die VDM-Werkstoffe nicht sicher für die damals neuen Flüssiggastanks oder Teilchenbeschleuniger einplanen können. |
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