gebraucht; sehr gut - Jacobus de Voragine (1228 oder 1229 - 1298) war Dominikaner, Erzbischof von Genua und kirchenlateinischer Schriftsteller. Sein wichtigstes und erfolgreichstes Werk war eine Sammlung von Heiligenlegenden. Ab 1263 arbeitete Jacobus an der später Legenda aurea (Goldene Legende) genannten lateinischen Geschichtensammlung: sie umfaßte ursprünglich 170 Texte über die Heiligen, die nach dem Jahreskreis geordnet waren. Der hochqualifizierte Mönch (Magister theologiae, also ordensinterner Theologieprofessor) verfaßte seine Erzählungen in volksnah simplem Latein, das den typischen Legendencharakter und das Verständnis der Gläubigen sicherte. Seine Schrift avancierte damit zum „Volksbuch“, das den Gläubigen zur religiösen Erbauung und als Hilfe zur Meditation diente. Ein durchgängiger Aufruf zur imitatio Christi. Es wurde in viele Volkssprachen übersetzt, über 1000 Handschriften sind erhalten.