(= Naturwissenschaftliche Monographien und Lehrbücher)
Auflage
-
Erscheinungsjahr
1923
Ort, Verlag/ Hersteller
Berlin : J. Springer
Seiten
IX, 327 S.; Mit 189 Abb.; gr. 8°
Format
8°
Gewicht (Gramm)
350
Sprache
Deutsch
Zustand
gebraucht; aktzeptabel
Beschreibung
Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt. Innen sauber und ohne Anstreichungen.Das Werk ist eine grundlegende Darstellung der physikalischen Prinzipien der Röntgenbeugung und ihrer Anwendung auf die Kristallstrukturanalyse – zu einem Zeitpunkt, als die moderne Kristallographie gerade entstand. Ewald verbindet theoretische Optik, Gittergeometrie und experimentelle Methoden und schafft damit eines der prägenden Standardwerke der frühen Strukturphysik. Dieses Buch ist wissenschaftsgeschichtlich relevant, weil es aus der Feder eines der Gründerväter der modernen Kristalloptik stammt und die theoretische Grundlage für die spätere Entwicklung der Röntgenstrukturanalyse legt. Springer-Titel der frühen 1920er Jahre im Bereich Kristallphysik sind zudem selten erhalten, da sie in Laboren und Instituten intensiv genutzt wurden. Paul Peter Ewald war Physiker, Schüler von Sommerfeld, Mitbegründer der Kristalloptik und einer der zentralen theoretischen Köpfe hinter der Entwicklung der Röntgenbeugung. Er gehört zu jener Generation theoretischer Physiker, die die Struktur der Materie erstmals mathematisch präzise beschrieben und damit die Grundlage für die moderne Festkörperphysik schufen. Seine Arbeiten sind bedeutsam, weil sie die Brücke zwischen theoretischer Optik und experimenteller Kristallographie schlagen und bis heute in der Strukturphysik nachwirken. Die Metallgesellschaft benötigte bereits damals für ihre metallurgischen und materialtechnischen Aufgaben ein tiefes Verständnis der Kristallstrukturen von Metallen, Legierungen und mineralischen Rohstoffen. Ewalds Werk bot die theoretischen Grundlagen der Röntgenbeugung, die für die Analyse von Gitterfehlern, Phasenstrukturen, Kornorientierungen und Materialveränderungen essenziell waren – und damit ein Schlüsselwerk für jede Abteilung, die sich mit Werkstoffprüfung, Metallurgie oder Rohstoffcharakterisierung befasste.
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