Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt. Innen sauber und ohne Anstreichungen.Hier ist vorab eine sprachliche Klärung nötig: unser Buch heißt „der Hütte“, weil es ursprünglich das Taschenbuch des Ingenieurvereins Hütte war. Der Name bezeichnet den Verein, nicht das Buch.Das Buch ist also eigentlich: das Taschenbuch des Vereins 'Hütte', und daraus wurde im Sprachgebrauch: 'der Hütte'. Der Verein der Ingenieure „Hütte“ wurde 1856 in Berlin gegründet.Als frühe berufsständische Organisation der Maschinenbau- und Hütteningenieure. Der Verein gab ab 1857 ein Taschenbuch heraus: 'Des Ingenieurs Taschenbuch', herausgegeben vom Hütte-Verein. Der Hütte ist damit ein Stück Ingenieurkultur. 'Er' war: das Buch, das Ingenieure im Studium kauften; das Buch, das sie im Betrieb nutzten; das Buch, das sie jahrzehntelang behielten;, das Buch, das Generationen von Ingenieuren prägte. Er ('der Hütte') ist damit ein Kulturartefakt der technischen Profession. Das Exemplar von 1928 zeigt: wie Ingenieure damals rechneten; welche Werkstoffe sie kannten; welche Normen sie verwendeten; welche technischen Probleme sie hatten; wie sich die technische Sprache der Zeit anhörte. Es ist ein Fenster in die technische Welt der Zwischenkriegszeit. Warum Band 3 besonders wertvoll ist - weil er die technische DNA der Zwischenkriegszeit enthält: die Werkstoffe, die damals verfügbar waren, die Normen, die damals galten, die Berechnungen, die damals üblich waren, die metallurgischen Verfahren, die damals genutzt wurden. Das Exemplar von 1928 ist ein Zeitdokument der technischen Moderne.
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