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Herstellung von Lacken, Ölfirnissen und Farben.
Herstellung von Lacken, Ölfirnissen und Farben.
| Bestellnummer | 169959 |
| ISBN / EAN | - |
| Person / Körperschaft | Kisselew, Wladimir Sergejewitsch und Antonina Fedorowna Abaschkina |
| Titel | Herstellung von Lacken, Ölfirnissen und Farben. |
| Untertitel | - |
| Auflage | 3., verb. Auflage |
| Erscheinungsjahr | 1960 |
| Ort, Verlag/ Hersteller | Leipzig: VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie |
| Seiten | 158 Seiten, mit 37 Bildern (Diagramme und Tabellen) |
| Format | 23,5 cm, Halbleinen |
| Gewicht (Gramm) | 400 |
| Sprache | Deutsch |
| Zustand | gebraucht; gut |
| Beschreibung | Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt. Innen sauber und ohne Anstreichungen.Das Buch hatte seinen Ort in der DDR-Publikationsplanung: es stammt aus der Feder führender sowjetischer Chemiker und wurde im Auftrag des Ministeriums für Schwerindustrie über den staatlichen DDR-Fachverlag (VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie) herausgegeben. Es besaß somit den Charakter eines offiziellen, staatlich geprüften Lehrbuchs für die chemische Industrie. Das Buch beschreibt detailliert die technologischen Verfahren zur Herstellung von Anstrichmitteln. Im Fokus stehen Pigmente, organische und anorganische Bindemittel, Lösemittel sowie die exakten Misch-, Mahl- und Kochprozesse von Lacken und Ölfirnissen. Die Frage, warum dieses Buch in der Bibliothek der 'Literarischen Abteilung' der MG stand, führt in die Aktualität aufregender Folgen. Zunächst: die MG war einer der weltweit größten Händler von Nichteisenmetallen. Blei, Zink, Titan und Kadmium waren die elementaren Rohstoffe für die damalige Pigmentherstellung (z. B. Bleiweiß, Zinkweiß, Titanweiß). Um die Nachfrage der chemischen Industrie im Ostblock zu verstehen und Märkte zu analysieren, musste die MG wissen, welche Produktionsverfahren dort Standard waren. Wichtiger aber: die Großanlagen ihrer Tochter Lurgi bestanden aus gigantischen Stahlkonstruktionen. Ohne hochspezialisierte, chemikalien- und hitzebeständige Lacke und Firnisse wären diese Anlagen im Dauerbetrieb binnen kürzester Zeit korrodiert. Das Buch lieferte den Frankfurter Ingenieuren wertvolles Wissen über die Lackrezepturen des Ostblocks – u. a. wichtig für Lizenzgeschäfte und den Export von Industrieanlagen in den Ostblock. Für den interessierten Nitmenschen des 21. Jahrhunderts ist aber am aufregendsten: das Buch dokumetiert die jahrzehntelange Bedenkenlsigkeit im Umgang mit Mitteln, die das schutzbedürftige Metall kurzfristig mit weitreichen Folgen sichern sollten. Das Buch ist in diesem Sinne eine Quelle zur Geschichte unseres Verhältnisses zur Umwelt. Es zeigt die Selbstverständnlichkeit, mit der heute streng verbotene Schwermetalle (wie Blei oder Kadmium) im industriellen Maßstab genutzt wurden.. |
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