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    Startseite » Büchernachlässe / Kataloge » Lieferung Nr. 3 » Handbuch der Aräometrie. Nebst einer Darstellung der gebräuchlichsten Methoden zur Bestimmung der Dichte von Flüssigkeiten, sowie einer Sammlung aräometrischer Hilfstafeln
    Handbuch der Aräometrie. Nebst einer Darstellung der gebräuchlichsten Methoden zur Bestimmung der Dichte von Flüssigkeiten, sowie einer Sammlung aräometrischer Hilfstafeln
    (Art.Nr.: 169867)
    (Art.Nr.: 169867)
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    Handbuch der Aräometrie. Nebst einer Darstellung der gebräuchlichsten Methoden zur Bestimmung der Dichte von Flüssigkeiten, sowie einer Sammlung aräometrischer Hilfstafeln

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    Lagerbestand: Stück
    Medium: Bücher
    Zustand: gebraucht; gut
    Ort/Verlag/Hersteller: Berlin, Heidelberg : Springer
    Jahr: 1912
    Umfang/Format: XII, 235, 115 S.
    Einband: 8° , gebundene Ausgabe
    Person/ Körperschaft: Domke, Johannes,
    Urpsrungsland: DE
    NEU
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    • Beschreibung
    Beschreibung
     
    Bestellnummer169867
    ISBN / EAN
    Person / KörperschaftDomke, Johannes, und Ernst Remerdes,
    TitelHandbuch der Aräometrie. Nebst einer Darstellung der gebräuchlichsten Methoden zur Bestimmung der Dichte von Flüssigkeiten, sowie einer Sammlung aräometrischer Hilfstafeln
    Untertitel-
    Auflage-
    Erscheinungsjahr1912
    Ort, Verlag/ HerstellerBerlin, Heidelberg : Springer
    SeitenXII, 235, 115 S. 
    Format8° , gebundene Ausgabe
    Gewicht (Gramm)400
    SpracheDeutsch
    Zustandgebraucht; gut
    BeschreibungBibliothekseinband. Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt.. Innen sauber und ohne Anstreichungen.Domke und Remerdes waren hochrangige Mitarbeiter der Kaiserlichen Normal-Eichungskommission in Berlin. Ihre arbeitgebende Regierung hatte ein akutes Problem: das Messwesen war reichsweit unterschiedlich und ungenau. Um insbesondere bei Steuerfestsetzungen Rechtssicherheit herzustellen, musste der Staat physikalische Normen festlegen. Und in diesem Sinne regelte das Handbuch zweierlei: es legte aräometrische Standards bei der Herstellung von Waagen und deren korrekten Gebrauch im Dienst fest. Aräometer - auch Dichtespindel, Senkwaage oder Hydrometer - waren Labor- und Meßinstrumente, mit denen man die Dichte oder das spezifische Gewicht von Flüssigkeiten schnell und unkompliziert bestimmen kann. Sie bestanden der Regel komplett aus Glas und setzten sich aus drei Hauptteilen zusammen: (1) dem unteren Vorschaltkörper - ein dickerer Glaskörper, der mit schwerem Material (Bleischrot/Quecksilber) gefüllt dafür sorgt, daß die Spindel senkrecht im Medium schwimmt und nicht umkippt. (2) der mittlere Auftriebskörper, ein hohler, luftgefüllter Teil, der für Auftrieb in der Flüssigkeit sorgt; (3) der obere Stängel, ein dünnes, langes Glasrohr, in dessen Inneren sich eine Skala mit den Dichtewerten befindet. Eine Messung nach dem Prinzip: Je geringer die Dichte einer Flüssigkeit ist, desto tiefer sinkt die Spindel ein. Und diese Dichtespindeln waren überall dort im Einsatz, wo der Gehalt an Alkohol, Zucker, Säure oder Salz in einer Flüssigkeit über Steuern oder Qualität entschied. 1912 war man sich in Berlin sicher: sowohl bei der Fertigung dieser Meßinstrumente als auch bei deren Handhabung gab es Regelungsbedarf. Tatsächlich bauten im thüringischen Zentrum der Aräometer-Herstellung die Glasbläser ihre Dichtespindeln nach eigenen, oft ungenauen Familienrezepturen. Die Skalierungen waren durch diese erfahrungsgestützte Anfertigung ungenau. Und nun kam ein Regelwerk aus Berlin. Die thüringischen Meister ihres Handwerks hatten sich nun an die strikten physikalischen, geometrischen und materialtechnischen Bauvorschriften eines Handbuchs zu halten. Wenn der erfahrene Handwerker diese Vorgaben nicht millimetergenau einhielt, wurde seine Spindel bei der amtlichen Prüfung aussortiert und es wurden die Eichstempel verweigert. Seine Waage war damit unverkäuflich. Eine Revolution im Raum Ilmenau und Lauscha: dies war der Beginn der Industrialisierung des Kunsthandwerks Glasbläserei. Aus Erfahrungskönnern wurden Präzisionsmechaniker, die standardisierte Hochleistungswerkzeuge lieferten. Dank Domke und Remerdes. Ihr Regelwerk ordnete drei Bereiche. (1) Die physikalischen Grundlagen. Hier lernten der Erfahrungshandwerker die mathematischen und physikalischen Herleitungen, wie ein Aräometer (Dichtespindel) durch Auftrieb in Flüssigkeiten einsinkt. (2) Die Eichungs- und Kalibrierungsmethoden. Hier wurde der Kunsthandwerker mit detaillierten Anweisungen zur fehlerfreien Justierung der Skalen, zur Berücksichtigung der Kapillarität (Oberflächenspannung) und von Temperatureinflüssen versorgt. (3) Hilfstafeln. Hier wurden den Verantwortlichen für und den Betroffenen von Messungen Datensammlungen bereitgestellt, die es ihnen ermöglichten, die ablesbaren Werte (wie Baumé, Brix oder Oechsle) direkt in die absolute Dichte oder den Alkohol-/Zuckergehalt umzurechnen. Die MG eröffnete ihr Labor 1917 als Betriebsteil der Eisenbank und Metallurgischen Gesellschaft, ihre ‚literarische Abteilung' gründete sie erst nach dem Krieg. Aber schon seit 1889 gab es eine ‚Technische Abteilung', die Bücher anschaffte. Unter anderem unser Buch von Domke und Remerdes. Die damalige MG brauchte es für Kontrolleure, Händler und Betriebsleiter, die vor 1917 Dichte und Konzentrationsmessungen brauchten, um Rohstoffe, Chemikalien und Handelswaren korrekt zu prüfen und zu taxieren. Der Grund war einfach: Dichte = Preis, Steuer und Qualität.


     

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