gebraucht; gut - Neu aus dem Italienischen übersetzt und herausgegeben von M. A. Hugues, Bibliothekseinband; Signatur am Buchrücken, Papier etwas wellig und braunfleckig - Liguori ( 1696 - 1787 ) war italienischer Jurist, Moraltheologe, Bischof und Ordensgründer der Redemptoristen, die sich auf Gemeindemission und Jugendseelsorge konzentrieren wollten. Im theologischen Diskurs sorgte er u. a. mit seinen Ansichten zur Ohrenbeichte und seiner Feststellung kirchlicher/päpstlicher Unfehlbarkeit für Grundsatzdebatten - insbesondere mit Vertretern der protestantischen Kirchen. 1767 nahm er mit seiner Schrift "Verità della fede. Fatta evidente per i contrassegni della sua credibilità" (ins Deutsche übersetzt 1845: "Die Wahrheit des Christenthums und die Unfehlbarkeit der Kirche und ihres Oberhauptes des Papstes vertheidigt gegen die Gottesläugner, die Feinde des geoffenbarten Christenthums und die Gegner der katholischen Kirche") die Unfehlbarbeitsentscheidung des Ersten Vatikanischen Konzils vom 16. Juli 1870 vorweg. Am Rande: 1870 widersprachen 60 Bischöfe ( das waren 20% ) und verließen Rom. Und heftig waren erst recht die Antworten von protestantischer Seite: dort galt der Initiator dieses Beschlusses, Papst Leo, als Präceptor katholischer Unfreiheit und Frömmigkeitsheuchelei. Zum Beispiel dem Stettiner Lehrer, Verleger und Schriftsteller Siegfried Robert Ludolf Grassmann: er publizierte 1894 seine Broschüre "Auszüge aus der von den Päpsten Gregor XVI., Pius IX. und Leo XIII. als Norm für die römische Kirche sanktionirten Moraltheologie des heiligen Dr. Alphonsus Maria de Liguori und die furchtbare Gefahr dieser Moraltheologie für die Sittlichkeit der Völker". Die 17seitige Schrift war um 1900 bereits in Hunderttausenden von Exemplaren verbreitet. Dagegen aus katholischer Sicht: der Verweis eines Paters aus der Redemptoristenkongregation, Josef Alois Krebs, auf die Vorbildlichkeit der Lehren des heiligen Bischofs und Kirchenlehrers Alfons M. von Liguori. Und Liguori taugt offenbar auch in der Moderne als Mittel der Gewissensschulung. Als Comic! - Josef Heinzmann, Alfons von Liguri und die Redemptoristen, Kehl am Rhein 1984. Der Verlag begründet seine Darbietung in Bildern: "Comic ist mehr als ein Unterhaltungsmedium für Kinder. Comic vereint auch sprachliche Schätze und bildende Kunst. Dies ist das Anliegen unserer Comic-Kollektion, die geschichtliche Themen aber auch die Heiligenvitae bedeutender Christen umfasst. Die farbliche Gestaltung der Zeichnungen wurden von erfahrenen Koloristen ausgeführt."