gebraucht; gut - unregelmäßiger Buchschnitt ; Vorderdeckel an einer Ecken bestoßen.00000Mat(h)ilda Barbara Betham-Edwards (1836 - 1919) war englische Autorin. Ihre Spezialität: Reiseberichte und Novellen. Ihr bevorzugtes Reiseland: Frankreich. Mit dem angebotenen Buch wechselte sie das Thema: "French Men, Women and Books. A Series of Nineteenth-Century Studies" ist eine Sammlung von Essays, die erstmals 1910 (in den USA 1911) erschien. Sie unternimmt hier den Versuch, das intellektuelle und soziale Leben Frankreichs im 19. Jahrhundert anhand konkreter Persönlichkeiten und ihrer Literatur anschaulich zu machen. Dabei interessieren sie vier Themen: (1) romantische und berufliche Beziehungen und dabei insbesondere die oft komplizierten Bindungen berühmter Persönlichkeiten: z. B.: Balzac und Madame Hanska und ihre langjährigen Liebesgeschichte. Barbey d’Aurévilly und Trebutien und ihre professionelle Beziehung zwischen exzentrischem Schriftsteller und ergebenem Verleger. Mary Clarke und Claude Fauriel - eine "anglo-französische Romanze", die für die Autorin den kulturellen Austausch zwischen den beiden Nationen symbolisiert. (2) Sie interessiert sich weiterhin für zeitgenössische Literatur und Zeitgeschehen: - Die "neue Fiktion": Studien über damals moderne Autoren wie Henry Bordeaux und René Boylesve.Das Kriegsepos 1870/71: Eine Besprechung der Werke der Brüder Margueritte (Paul und Victor), die den Deutsch-Französischen Krieg aus einer sehr persönlichen, teils heroischen Perspektive verarbeiteten. Joseph Reinach: Eine Analyse seiner Rolle als Historiker einer "Tragödie" (bezogen auf die Dreyfus-Affäre). (3) Ein weiteres Interesse: Gesellschaftlicher Wandel und Bildung, Reformbestrebungen: Edmond Demolins: Ein Porträt des Sozialreformers und Anglophilen, der versuchte, das französische Bildungssystem nach britischem Vorbild zu modernisieren.Volksuniversitäten: Ein Blick auf das Streben einfacher Arbeiter nach Bildung und die Entstehung von Bildungseinrichtungen für das Volk. Jean Reynaud: Die Darstellung eines "gottbegeisterten Franzosen" und seiner philosophischen Ansichten. (4) Kulturvergleich (Anglo-French Relations)Das Buch schließt oft mit vergleichenden Perspektiven ab, wie etwa französischen Ansichten über England und einem Postskriptum der Autorin mit dem Titel "La France vue de l'Angleterre" (Frankreich aus der Sicht Englands), in dem sie für mehr gegenseitiges Verständnis wirbt.