gebraucht; sehr gut - Baron Friedrich Heinrich Karl de la Motte Fouqué (Pseudonyme Pellegrin und A. L. T. Frank - 1777 - 1843) war Dichter der Romantik. Am Rande: sein Taufpate war Friedrich der Große. Er war Offizier im Kürassierregiment des Herzogs von Weimar, und er kannte wichtige Menschen vor Ort: u. a. Goethe, Schiller, Herder. In August Wilhelm Schlegel fand er bei seinen frühen Publikationsversuchen einen entschiedenen Förderer. Für seine fortwährende Bekanntheit sorgten einzig sein Kunstmärchen 'Undine' (1811), das E. T. A. Hoffmann 1816 und Albert Lortzing 1845 vertonte, und das biographische Interesse Arno Schmidts ('Fouqué und einige seiner Zeitgenossen', 1958). In seinem 'Parcival' überrascht er seine Leser mit einem überraschenden Erzählmodus: Studierzimmer, am Tisch sitzt ein alter selbstzweifelnder Mann, Meister Friedrich. Es klopft, und nach mehrmaliger Aufforderung betritt ein Geist den Raum, der sich als Wolfram von Eschenbach vorstellt und ratlosen Meister zu einer Nachdichtung seines Parcival mitreißt. Und der Geist bleibt im Folgenden bei der Sache: er begleitet Friedrich in eingeschobenen Gesprächen durch die nachzuerzählende Handlung und zeigt sich interessiert für Nachrichten aus der neuen Welt. Fouqué begann seine Erzählung am 17. August 1831 um sieben Uhr abends. Im April 1832 war er fertig. Und in einem der letzten Treffen haben Friedrich und Wolram noch ein trauriges Thema: den Tod Goethes (22. 04. 1832).