Fire Protection Manual. For Hydrocarbon Processing Plants.
Untertitel
-
Auflage
-
Erscheinungsjahr
1964
Ort, Verlag/ Hersteller
Houston: Gulf Publishing Company
Seiten
386 Seiten, mit zahlreichen technischen Zeichnungen, Brand- und Schadensfotografien, Diagrammen und Tabellen
Format
29 cm, Leinen
Gewicht (Gramm)
2000
Sprache
Englisch
Zustand
gebraucht; gut
Beschreibung
Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt. Innen sauber und ohne Anstreichungen.Dies ist die Erstauflage des Buches. Es folgten mehrere überarbeitete und erweiterte Auflagen (unter anderem eine 2. Auflage 1973 und eine 3. Auflage in den 1980er-Jahren), die später auch in mehrere Bände aufgeteilt wurden. Es gilt bis heute als ein historisches Standardwerk für die Anlagensicherheit in der Petrochemie. Der Herausgeber Charles H. Vervalin (1921 bis 2009) war US-amerikanischer Autor, Experte im Bereich des Ingenieurwesens, der vor allem für seine Fachbücher über Brandschutz in Industrieanlagen und technisches Projektmanagement bekannt ist. Über viele Jahre hinweg war er als Redakteur für das renommierte Fachmagazin ‚Hydrocarbon Processing' tätig und spezialisierte sich dort darauf, komplexe technische Abläufe sowie Management- und Kommunikationsfähigkeiten für Ingenieure verständlich aufzubereiten. In unserem Buch sammelte er als Herausgeber Beiträge von über dreißig Sicherheitsdirektoren, Chefingenieuren von US-Konzernen (wie Exxon, Shell, Chevron) und von Brandschützprüfern. An der Herausgabe waren beteiligt: der Verlag Gulf Publishing Company (Houston, Texas) - ein Spezialist für Fachliteratur der Öl- und Gasindustrie. Und in der Sache: die National Fire Protection Association (NFPA) und das American Petroleum Institute (API), deren damals ‚brand'-neue Sicherheitsnormen der Hintergrund für alle Beiträge im Buch war. Mit dieser Wissenszusammenführung begründete es ein völlig neues Fachgebiet. Hier wird systematisch der damalige Kenntnisstand in Sachen Vermeidung und Bekämpfung von Katastrophen in Raffinerien gelistet. Dabei stehen im Mittelpunkt über 90 akribische Fallstudien realer Großbrände und Explosionen, präzise Anweisungen zur Vermeidung statischer Elektrizität bei flüssigen Kohlenwasserstoffen sowie Katastrophenschutzpläne für Chemieparks. Die durchgängige Frage: wie baut und kontrolliert man petrochemische Megasysteme, in denen hochentzündliche Gase unter extremem Druck fließen. Und wie minimiert man durch konstruktive, bauliche und betreiberische Sorgfalt die Risiken. Dies war Mitte der Sechziger eine Pflichtlektüre für die technische und kaufmännische Abteilung der Lurgi. Hier hatten zwischen 1920 und dem Krieg Kenner der Kohleveredelung, Kohlevergasung und synthetischen Treibstoffgewinnung (u.a. Fischer-Tropsch-Synthese) gearbeitet. Man war spezialisiert auf eine Raffinerietechnik auf der Basis von Festbrennstoffen. In der Entstehungszeit unseres Buches entschied man sich nun für den zeitgemäßen Ausbau eines Geschäftsbereichs Mineralöltechnik und Petrochemie. Da der Raffineriebau fest in den Händen amerikanischer Konzerne (Kellogg, Lummus) war, konzentrierten sich die Lurgi-Entscheider auf petrochemische Prozesse innerhalb der Raffinerien: u. a. auf die Weiterverarbeitung von Rohbenzin (Naphtha) zu Aromaten, Olefinen und Synthesegasen sowie die Gasreinigung (z.B. Rectisol-Verfahren). Dabei ging es dann nicht um die Raffinerieanlagen und deren Benzin, sondern um Abfallprodukte im Destillationsprozess, aus denen mit hochkomplexem, patentiertem Ingenieurwissen extrem teure Rohstoffe für die Chemieindustrie gewonnen wurden. Und bei diesem Umgang mit Nebenwirkungen brauchten die Lurgi-Experten die Interna des US-amerikanischen Sicherheits-know-hows, um ihre eigenen Anlagenkonstruktionen international wettbewerbsfähig und inhärent sicher zu gestalten.
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