Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt. Innen sauber und ohne Anstreichungen.Das Werk ist eine grundlegende Darstellung der Mechanismen, durch die flüssige Metalle Festkörpermetalle verspröden – ein Phänomen, das in metallurgischen Prozessen, Hochtemperaturtechnik und Werkstoffprüfung erhebliche sicherheitstechnische Bedeutung besitzt. Rostocker verbindet experimentelle Befunde mit theoretischen Modellen und zeigt, wie Grenzflächenprozesse, Diffusion und Legierungszusammensetzung die Empfindlichkeit gegenüber Flüssigmetallversprödung bestimmen. Dieses Buch ist technikgeschichtlich eine informative Quelle, weil es eines der ersten umfassenden Werke zur Flüssigmetallversprödung ist und ein Problem behandelt, das in der industriellen Metallurgie lange unterschätzt wurde. Die Reinhold-Publikationen dieser Zeit gehören zu den maßgeblichen Quellen der amerikanischen Werkstoffkunde und dokumentieren die frühe Phase der modernen Schadensmechanik. William Rostocker war ein amerikanischer Metallurge und Werkstoffwissenschaftler, der sich auf Hochtemperaturwerkstoffe, Versprödungsmechanismen und metallurgische Schadensanalyse spezialisierte. Er gehört zu jener Generation amerikanischer Werkstoffwissenschaftler, die die physikalischen Grundlagdamit en metallischer Schadensmechanismen erstmals systematisch beschrieben und experimentell untermauerten. Seine Arbeiten sind bedeutsam, weil sie die Brücke zwischen metallurgischer Grundlagenforschung und industrieller Schadensprävention schlagen und damit die moderne Werkstoffsicherheit prägten. Die Metallgesellschaft arbeitete in Bereichen, in denen flüssige Metalle – etwa Zink, Blei, Aluminium, Quecksilber oder Legierungsschmelzen – unvermeidlich mit festen metallischen Bauteilen in Kontakt kamen. Rostockers Werk bot die theoretischen und experimentellen Grundlagen, um Versprödungsrisiken zu erkennen, Schadensfälle zu analysieren und Werkstoffe sowie Betriebsbedingungen so zu wählen, dass kritische Grenzflächenreaktionen vermieden werden konnten – ein zentraler Aspekt für die Sicherheit und Zuverlässigkeit metallurgischer Anlagen.
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