gebraucht; gut - Der Autor Isaak Emmanuilowitsch Babel (1894 - 1940) war Journalist und Schriftsteller. Enge Bekanntschaft mit Gorki. Mit dessen Förderung: erste Publikationen autobiographischer Geschichten. Im ersten Weltkrieg: in verschiedenen Funktionen an der rumänischen Front, u. a. als Mitglied des regionalen Komitees der Bolschewiki. 1920: Babel beobachtete als Kriegsberichterstatter der Russischen Telegrafen-Agentur die Reiterarmee des Generals Budjonny, die erfolglos versuchte, das polnische Kernland zu besetzen. Dies wurde der Stoff seiner in Geschichten gesammelten Erinnerungen unseres Buches, die 1923 entstanden und 1924 in Wladimir Majakowskis Magazin LEF erstmals publiziert wurden, bevor sie 1926 als Erzählsammlung erschienen. Im gleichen Jahr eine deutsche Übersetzung: Der erste Übersetzer Dmitrij Umankij entschied sich für den Titel 'Budjonnys Reiterarmee' (Malik Verlag, Berlin). Der Übersetzer des angebotenen Buches, Peter Urban (1941 - 2013), war vielgepriesener Essayist und Kritiker in Sachen slawischer Autoren und er konzentrierte sich als Übersetzer und Herausgeber unter vielen anderen auf Tschechow, Daniil Charms, Turgenew. 1990 übersetzte er das 'Tagebuch' Babels, 1994 folgte die Arbeit an der 'Reiterarmee'. Es war Arbeit an einem lange unzugänglichen Nachlaß. Babel war mit seiner Parteinahme für Opfer sowjetischer Staatsraison schon lange Objekt geheimdienstlicher Nachstellungen. Bereits seine realistischen Berichte aus dem Bürgerkrieg ('Reiterarmee') sorgten für Nachstellungen. Später provozierte er mit beunruhigenden Bildern von den sowjetischen Säuberungen in der Ukraine ( 'Geschichten aus Odessa') und berichtete über die Unmenschlichkeiten der Zwangskollektivierung'. Die Folge. Inhaftierung, Folter, Verurteilung, Erschießung: 1940. 1954 wurde Babel öffentlich freigesprochen. Damit war es der Witwe ab 1857 möglich, erhaltene Werke zu publizieren.