Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt.Monographische Darstellung der damals neuen Erkenntnisse zur Interferenz von Röntgenstrahlen, mit theoretischen Ableitungen, experimentellen Befunden und einer systematischen Diskussion der Wellencharakteristik hochenergetischer Strahlung. Ein früher Beitrag zur physikalischen Grundlagenforschung unmittelbar nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen und vor der Etablierung der modernen Quantenmechanik. Historische Lokalisierung. Der Band steht in einer Schwellenphase der Physikgeschichte: Die Röntgenstrahlen waren 1895 entdeckt worden.Die Frage, ob sie Wellencharakter besitzen, war 1914 noch nicht abschließend geklärt. Die entscheidenden Beweise für die Interferenz und Beugung kamen erst 1912 durch Laue, Friedrich und Knipping (Kristallbeugung). 1914 war die theoretische und experimentelle Auswertung dieser Befunde noch im Fluss. Hupkas Schrift war ein typisches Produkt dieser Übergangszeit: sie versucht, die Interferenzerscheinungen systematisch zu erklären; sie ordnet die frühen Experimente ein; sie diskutiert die physikalischen Konsequenzen für die Natur der Röntgenstrahlen; sie steht noch vor der endgültigen Durchsetzung der Wellenmechanik (1925/26). Damit ist das Buch ist ein Zeitdokument der frühen Röntgenphysik und kein Vorläufer der späteren Quantenphysik. Es gibt zeithistorische Gründe, daß Hupka seine Fragen stellte: 1914 war ein Jahr, in dem die Physik versuchte, die neuen Phänomene zu ordnen: Röntgenstrahlen, Elektronenbeugung, Kristallstrukturen, frühe Spektroskopie, die Frage nach der Natur der Strahlung. Hupka gehörte zu den Autoren, die die Interferenz als Schlüssel zur physikalischen Interpretation sahen.
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