Der Spannungszustand beim Ziehen und Einstossen von runden Stangen.
Untertitel
(= Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen ; 1056)
Auflage
-
Erscheinungsjahr
1962
Ort, Verlag/ Hersteller
Köln ; Opladen : Westdt. Verl.
Seiten
106 S. : Ill., graph. Darst. ; 4
Format
kart. mit Lw.-Rücken
Gewicht (Gramm)
350
Sprache
Deutsch
Zustand
gebraucht; gut
Beschreibung
Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt. Kleberest auf dem Vorder-/ Hinterdeckel. Innen sauber und ohne Anstreichungen.Oskar Pawelski (1933 - 2023) und Heinrich Werner Lueg (1905 - 1960) waren renommierte Wissenschaftler auf dem Gebiet der Metallforschung und Umformtechnik. Sie arbeiteten am Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE) in Düsseldorf in den 1950er und frühen 1960er Jahren eng zusammen. In Ihrer Untersuchung ging es um die mechanischen Spannungsverhältnisse, die bei der Umformung von runden Metallstangen durch Ziehen (Zugbeanspruchung) und Einstoßen (Druckbeanspruchung) auftreten. Dabei dokumentierten die Autoren mathematische Berechnungen zur Ermittlung der erforderlichen äußeren Spannungen für den Umformprozess. Den Berechnungen lagen Zieh- und Einstoßversuche an Rundstäben aus Stahl zugrunde, die am Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf durchgeführt wurden. Für die Praktker in den Betrieben waren diese Ergebnisse wichtige Grundlagen bei ihrer Bemühung um Prozessoptimierung und Materialeffizienz bei der industriellen Massenfertigung. Als einer der weltweit führenden Metallkonzerne und Anlagenbauer (insbesondere durch die Tochtergesellschaft Lurgi) war die Metallgesellschaft an den physikalischen Grundlagen der Kaltumformung aus folgenden Gründen interessiert: - das Buch liefert präzise mathematische Modelle zur Berechnung der erforderlichen Zieh- und Druckkräfte. Für ein Unternehmen, das Maschinen für die Metallverarbeitung entwickelte oder betrieb, bedeutete eine genauere Kenntnis der Spannung szustände eine effizientere Auslegung der Anlagen und geringeren Energieverbrauch. - Die Autoren untersuchten, wie sich Spannungen im Material verteilen. Dieses Wissen war entscheidend, um Materialfehler wie Risse oder Eigenspannungen zu vermeiden, die beim Ziehen von Drähten oder Stangen die Produktqualität mindern könnten. - Durch die Analyse der Reibung und des Drucks in der Ziehdüse (Matrize) konnten Verschleißmechanismen besser verstanden werden. Dies erlaubte es, die Lebensdauer der teuren Umformwerkzeuge zu erhöhen. -Innovation in der Kaltumformung: Die Metallgesellschaft war stets bestrebt, neue technische Verfahren zu kommerzialisieren. Die im Buch beschriebenen Unterschiede zwischen dem Ziehen (Zug) und dem Einstoßen (Druck) boten wissenschaftliche Anhaltspunkte für die Entwicklung neuer Spezialverfahren zur Herstellung von Präzisionsstahlrohren und -stangen.
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