XII, 429 Seiten, 2 Falttaf.; Mit 81 Zahlentaf. u. 204 Abb.; gr. 8° (reich ausgestattet mit 310 Abbildungen, darunter Werkstattfotografien von gigantischen Walzen, Schweißautomaten, Fließschemata von Fertigungsstraßen und konstruktiven Detailzeichnungen von Rohrverbindungen)
Format
Lw.
Gewicht (Gramm)
600
Sprache
Deutsch
Zustand
gebraucht; gut
Beschreibung
Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt. Innen sauber und ohne Anstreichungen.Hier ist eine Vorbemerkung wichtig: der industrielle Apparatebau ist die Spezialität der chemischen und metallurgischen Industrie. Im Gegensatz zum klassischen Maschinenbau befasst sich der Apparatebau mit ruhenden Großstrukturen, in denen Stoffe transportiert, gelagert oder chemisch verändert werden. Arnolds Buch war die damalige Konstruktionsbibel für diese stählernen Anlagen. Er behandelte dabei systematisch: (1) Die Werkstoffauswahl: Wann nimmt man billigen Kohlenstoffstahl, wann teuren Edelstahl, Kupfer, Nickel oder Aluminium? - (2) Die Formgebung: Wie walzt man tonnenschwere Bleche zu perfekten Zylindern oder biegt man riesige Böden für Druckbehälter? - (3) Die Verbindungstechnik (Der absolute Schwerpunkt 1959): Das Buch entstand genau in der Epoche, als das klassische Nieten endgültig vom modernen Lichtbogenschweißen abgelöst wurde. Arnold lieferte dutzende Seiten über Schweißnahtformen, die Röntgenprüfung von Schweißnähten im Hochdruckbereich und das gefürchtete Problem des Wärmeverzugs. Mit alledem war Arnolds Buch für Lurgi ein wichtiges Instrument, um den Vollzug ihrer Planungen in den ausführenden Werkstätten zu prüfen. Lurgi war eine Engineering-Firma. Das heißt: die Frankfurter Ingenieure zeichneten und berechneten die Anlagen, gaben den Bau der riesigen Kolonnen, Wärmetauscher und Rührkessel aber bei spezialisierten Apparatebau-Betrieben in Auftrag. Arnolds Buch war für Lurgi das unverzichtbare Prüf- und Kontrollhandbuch. Wenn also Lurgi für ein Großprojekt in Südamerika oder in der Lausitz Destillationskolonnen bestellte, konnten die Frankfurter Inspektoren anhand von Arnolds Werkstoff- und Schweißnormen die Zulieferer überwachen. Zugleich ermöglichten Arnolds detaillierte Darstellungen von Fertigungsabläufen und Arbeitszeitwerten, die Angebote von Apparatebaufirmen genau zu überprüfen, um Überpreisungen zu verhindern.
Kundenrezensionen
Leider sind noch keine Bewertungen vorhanden. Seien Sie der Erste, der das Produkt bewertet.
Sie müssen angemeldet sein um eine Bewertung abgeben zu können. Anmelden