gebraucht; gut - 2 von 4 Bänden: Jeweils mit einem Exlibris auf dem Vorsatz, Bd. 1: am obereren Buchrücken etwas eingerissen / Bd. 2., Besitzvermerk auf dem Vortitelblatt, vorderste Lage gelockert - Karl Julius Weber (1767 - 1832) war Schriftsteller und bedeutender Vormärz-Satiriker. Als studierter Jurist arbeitete er in der Administration südhessischer Landesherren als Regierungs- und Hofrat. Als Schriftsteller war er Spezialist für Geschichte, Reisen und Satire: er begann 1818 - 1820 mit der dreibändigen 'Die Möncherei oder geschichtliche Darstellung der Klosterwelt und ihres Geistes', veröffentlichte 1822 - 1824 - wiederum dreibändig - 'Das Ritterwesen', 1826 'Die Reise durch Franken'. Durchweg Publikationen, in denen er sich als gelernter Aufklärer die Personen und Handlungen seiner Erzählungen durch Ironie und Wertungen auf Distanz hielt und mit diesem Stil seine Leser band. Dieser Art des Umgangs mit den Dingen blieb er auch in seiner letzten Geschichte treu: 1832 - 1859 erschien 'Dymocritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen. Von dem Verfasser der Briefe eines in Deutschland reisenden Deutschen'. Und seine Geschichten blieben nach dem Geschmack des lesenden Publikums: das Deutsche Verlagshaus Bong & Co. (Berlin, Leipzig, Wien, Stuttgart, das die 'Hempels Klassiker-Ausgaben' herausgab, warb bei seiner 9. Auflage mit dem Verkauf einer "sorgfältig erläuterte(n) Stereotyp-Ausgabe". Dieses Verfahren war der Start für kostengünstige Wiederauflagen und die Erstellung hoher Auflagenzahlen: als Stereotypie (Gepräge, Abdruck) bezeichnet man das Verfahren, von aus beweglichen Lettern gesetzten Druckseiten durch Abformen über eine Matrize und deren Abguss in eine Metalllegierung eine komplette Buchdruckplatte zu erstellen.