gebraucht; aktzeptabel - Umschlag randrissig, am Rücken oben und unten bestoßen, Besitzervermerk auf dem Titelblatt - August Wilhelm Hermann Paul Althaus (1888 - 1966) war evangelischer Theologe. Seit 1925 Professor für Dogmatik, Apologetik und Dogmengeschichte in Erlangen, 1932 wechselte er auf den Lehrstuhl für Systematische Theologie und neutestamentliche Exegese. Mit einer kurzen Unterbrechung 1947/48 blieb er dort bis zu seiner Emeritierung 1957. Paul Althaus ist im Inventar des Klee'schen 'Personenlexikons zum Dritten Reich' gelistet: in seiner 1933 erschienenen Schrift 'Die deutsche Stunde der Kirche' hatte er die Machtübernahme Hitlers als ein "Geschenk und Wunder Gottes" gefeiert, in seinem 1936 veröffentlichen Beitrag 'Obrigkeit und Führertum. Wandlungen des evangelischen Staatsethos in Deutschland' lieferte er der Herrschaft des Führers und der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft ordnungstheologische Gebotsgründe. Auch kirchenintern war Althaus bewegungsnah: 1933 entwarf er mit seinem Kollegen Werner Elert das Gutachten der Erlanger Theologischen Fakultät zu einem geplanten Arierparagraphen der Reichskirche. Die beiden forderten dort, "nichtarische" Bewerber um ein kirchliches Amt auszuschließen - eine Kampfposition der pro-nationalsozialistischen 'Deutschen Christen'. Der theologische Begründungszusammenhang: gegen seinen dialektisch glaubenden Kollegen Carl Barth bestand Althaus auf einer Welt, deren Seinsordnungen ( Ehe, Familie, Arbeit, Wirtschaft, Recht, Volk, Staat, Kirche, Gesellschaft) den göttlichen Schöpfungswillen in actu abbildeten. Am Rande: dazu gehörte auch der Umgang mit devianten Mitmenschen. Neun Jahre nach der Verabschiedung des Grundgesetzes meldete sich Althaus 1955 mit dem Beitrag 'Die Todesstrafe als Problem der christlichen Ethik' und forderte deren Wiedereinführung im Namen von Ordnung und Offenbarung.