gebraucht; gut - mit Schutzfolie kaschiert - Erstveröffentlichung: 1902. Friedrich Delitzsch (1850 - 1922) war Spezialist für altorientalische Philologie, lehrte als Professor in Leipzig (1877–1893), Breslau (1893–1899) und Berlin (1899–1920). Von 1899 bis 1918 war er der erste Direktor des Vorderasiatischen Museums Berlin. Delitzsch war einer der Hauptakteure im Babel-Bibel-Streit. Er hatte 1902 in Gegenwart von Kaiser Wilhelm II. in einem Vortrag die These vertreten, die jüdische Religion und das Alte Testament gingen auf babylonische Wurzeln zurück. Babel sei der Schlüssel zur Deutung der Bibel. Die Reaktion war heftig. Ein Kontrahent war der Bonner Alttestamentler Eduard König, Sein Urteil: in den von Deltzsch geäußerten Thesen "zeigt sich soviel Ignorierung der einzigen Quellen von Israels Geschichte, soviel Konstruktion nach mitgebrachten, unbegründeten Voraussetzungen und Maßstäben, daß (man) die wissenschaftliche Erforschung der Geschichte Israels in seinem Buche nur (als) eine 'große Täuschung' der Leser sehen kann." Delitzsch blieb standhaft: in seinen 'Kritischen Betrachtungen zu den alttestamentlichen Berichten' (1920/21: 'Die großeTäuschung' fordert er u. a., das Alte Testament aus dem christlichen Kanon zu entfernen und er spekuliert über eine arische Herkunft Jesu Christi.