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    Startseite » Bücher » Varia » Chemistry and industry of starch.
    Chemistry and industry of starch.
    (Art.Nr.: 169934)
    (Art.Nr.: 169934)
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    Chemistry and industry of starch.

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    Medium: Bücher
    Zustand: gebraucht; gut
    Ort/Verlag/Hersteller: New York: Academic Press Inc.
    Jahr: 1950
    Auflage: 2nd., rev. and enlarged edition
    Umfang/Format: XII, 719 Seiten, reich ausgestattet mit molekularen Strukturformeln, Fließdiagrammen industrieller Stärkefabriken und rasterelektronenmikroskopischen Aufnahmen von Stärkekörnern (Mais, Kartoffel, Weizen).Der erste Eindruck: dieser Titel gehört nicht in die Bibliothek eines Spezialisten für harte Sachen und ölige Stoffe. Ralph W. Kerr war Senior-Chemiker der Corn Products Refining Company (Argo, Illinois), dem damals weltweit größten Konzern für Maisverarbeitung. Kerr galt in den 1940er- und 1950er-Jahren als der weltweite „Stärkepapst“. Er besaß das seltene Talent, die hochkomplexe organische Chemie der Polysaccharide (Amylose und Amylopektin) nahtlos mit den harten wirtschaftlichen Anforderungen der großindustriellen Produktion zu verknüpfen.
    Einband: 8° , gebundene Ausgabe
    Person/ Körperschaft: Kerr, Ralph W.
    Urpsrungsland: DE
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    • Beschreibung
    Beschreibung
     
    Bestellnummer169934
    ISBN / EAN-
    Person / KörperschaftKerr, Ralph W.
    TitelChemistry and industry of starch.
    Untertitel-
    Auflage2nd., rev. and enlarged edition
    Erscheinungsjahr1950
    Ort, Verlag/ HerstellerNew York: Academic Press Inc.
    SeitenXII, 719 Seiten, reich ausgestattet mit molekularen Strukturformeln, Fließdiagrammen industrieller Stärkefabriken und rasterelektronenmikroskopischen Aufnahmen von Stärkekörnern (Mais, Kartoffel, Weizen).Der erste Eindruck: dieser Titel gehört nicht in die Bibliothek eines Spezialisten für harte Sachen und ölige Stoffe. Ralph W. Kerr war Senior-Chemiker der Corn Products Refining Company (Argo, Illinois), dem damals weltweit größten Konzern für Maisverarbeitung. Kerr galt in den 1940er- und 1950er-Jahren als der weltweite „Stärkepapst“. Er besaß das seltene Talent, die hochkomplexe organische Chemie der Polysaccharide (Amylose und Amylopektin) nahtlos mit den harten wirtschaftlichen Anforderungen der großindustriellen Produktion zu verknüpfen. 
    Format8° , gebundene Ausgabe
    Gewicht (Gramm)700
    SpracheEnglisch
    Zustandgebraucht; gut
    BeschreibungEhem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt. Innen sauber und ohne Anstreichungen.Auf den ersten Blick paßt dieses Buch überhaupt nicht in den Bestand der Bibliothek eines Spezialisten für harte und ölige Werkstoffe. Ralph W. Kerr war der führende Senior-Chemiker der Corn Products Refining Company (Argo, Illinois), dem damals weltweit größten amerikanischen Konzern für Maisverarbeitung. Er galt in den 1940er- und 1950er-Jahren als der „Stärkepapst“. Seine Spezialität: er verknüpfte - ganz im Sinne seines Arbeitgebers - die hochkomplexe organische Chemie der Polysaccharide (Amylose und Amylopektin) mit den wirtschaftlichen Anforderungen der großindustriellen Produktion zu verknüpfen. Der zweite Blick ist überraschend und lehrreich: großindustrielle Stärke ist kein reines Nahrungsmittel, sondern ein hochentwickelter, extrem vielseitiger Industrierohstoff. Kerr beschreibt in seinem Buch, wie man durch physikalische und chemische Modifikation (Säurebehandlung, Oxidation, Verkleisterung) die Viskosität und Klebkraft von Stärke exakt steuern kann. Daraus entstanden: hocheffiziente Bindemittel und Klebstoffe für die Papier-, Textil- und Verpackungsindustrie. Flockungsmittel, die in der Lage waren, feinste, in Wasser schwebende Feststoffpartikel zu binden und zu Boden sinken zu lassen. Und da wurde es für die Spezialisten in Frankfurt spannend: die Erzaufbereitung und Flotation (Das Kerngeschäft der MG) war ein möglicher Ort des Stärkeeinsatzes. Bevor Metall geschmolzen werden konnte, mußten die verschiedenen Erze aufbereitet werden. In riesigen Becken wurde der feingemahlene Erz/Geröll-Staub mit Wasser vermischt. Um das taube Gestein von den wertvollen Metallerzen zu trennen, nutzte man sogenannte Flockungsmittel und Drücker (Depressants). Modifizierte Stärken (insbesondere Stärkeether und dextrinierte Stärken), wie Kerr sie in seinem Kapitel 21 detailliert beschreibt, waren exakt jene chemischen Hilfsstoffe, die Lurgi einsetzte, um in den Aufbereitungsanlagen die Absetzung von Schlämmen zu steuern. Ohne dieses biochemische Wissen hätte Lurgi keine funktionierenden Erzwaschanlagen für Kupfer-, Blei- oder Zinkminen bauen können. Und gleichzeit (oder deshalb) war Lurgi auch eine Spezialistin für den Bau von Stärkefabriken. Man war nicht nur in Geschäft bei der Konstruktion und Projektierung von Metallhütten, man bot auch die Projektierung und den schlüsselfertigen Bau von Fabriken für die Nahrungsmittel- und Agrarindustrie an (insbesondere zur Gewinnung von Ölen, Fetten und eben Stärke). Wer so im internationalen Wettbewerb Großanlagen zur Gewinnung von Mais- oder Kartoffelstärke benötigte Kerrs Buch als verfahrenstechnische Bibel für den „Scale-up“ der Extraktions-, Zentrifugier- und Trocknungsprozesse. 'Chemistry and Industry of starch“ gilt unter Historikern der Industriellen Chemie und Agrarwissenschaften als das absolute Referenzwerk des mittleren 20. Jahrhunderts. Da die meisten Exemplare in Werksbibliotheken der Lebensmittel- und Bergbauindustrie verschlissen wurden, sind gut erhaltene Bände selten.


     

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