(= Forschungsberichte des Wirtschafts- und Verkehrsministeriums Nordrhein-Westfalen; Nr. 55)
Auflage
-
Erscheinungsjahr
1953
Ort, Verlag/ Hersteller
Köln, Westdeutscher Verlag
Seiten
39 S.
Format
Gr.-8°, Broschiert
Gewicht (Gramm)
400
Sprache
Deutsch
Zustand
gebraucht; gut
Beschreibung
Ausgesondertes Bibliotheksexemplar. Signaturschild auf dem Rücken. Vortitelblatt und Titelblatt gestempelt, Innen sauber und ohne Anstreichungen.Hier meldete sich ein Hochfrequenztechniker und späterer Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Ministerium für Wirtschaft und Verkehr. Er sammelte Empfehlungen für ein industrielles Fertigungsverfahren für die Bearbeitung komplexer metallischer Geometrien. Das Ziel: durch die richtige chemische Mischung und Prozessführung Metalloberflächen ohne mechanische Einwirkung spiegelnd glatt zu bekommen. Der Vorteil seines Vorschlags: während die bisherigen Polierscheiben nicht in enge Vertiefungen, Bohrungen oder feine Gravuren gelangten, erreichte die von ihm favorisierte chemische Lösung jede Stelle, die mit der Flüssigkeit benetzt wurde (Anwendung: Schmuck, feingerätetechnische Bauteile, Armaturen mit Innen- und Außengewinden). Dabei war das von Brandt beschriebene 'Tauchverfahren' eine technische 'Revolution': statt jedes Werkstück einzeln von Hand an eine Polierscheibe zu halten, konnten hunderte Kleinteile gleichzeitig in Körben oder an Gestellen behandelt werden. Obwohl gelernter Elektroingenieur lieferte Brandt dabei keinen Weg zum Glanz auf der Grundlage elektrolytischen Polierens (Anodisches Glänzen), sondern er konzentrierte sich bei seinen Vorschlägen auf chemisches Glänzen. In diesem Sinne empfahl er spezifische Säuremischungen, die auf einer Kombination von Mineralsäuren basierten. Und der Clou der beschriebenen Rezepturen: der Einsatz von organischen Inhibitoren (wie z. B. Ruß oder spezifische organische Säuren), die verhindern sollten, dass die Metalloberfläche ungleichmäßig angegriffen wird - indem sie dafür sorgten, dass bevorzugt die mikroskopischen Spitzen abgetragen wurden, was den Glanzeffekt erst ermöglichte. Mit alledem ermöglichten die Hinweise des Staatssekretärs die Herstellung hochpräziser, glatter und sauberer Metalloberflächen, die z. B. in der Elektrotechnik für: geringe Übergangswiderstände, optimale Lötbarkeit und minimale Verluste bei Hochfrequenzanwendungen sorgten - und das alles in einem kostengünstigen Verfahren, ohne den Einsatz von zusätzlichem Strom während des Polierprozesses.
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