gebraucht; sehr gut - Friedrich Wilhelm Schirrmacher (1824 - 1904) war ein Schüler Leopold von Rankes und 38 Jahre lang Geschichtsprofessor in Rostock. Seinen Weg zu den Quelllen beschreibt er im Vorwort seines Buches von 1876. Dabei geht es u. a. um eine Handschrift Johannes Aurifabers, der als Begleiter Luthers Zeuge des Marburger Religionsgesprächs war. Neben Luther, Zwingli, Philipp Melanchthon und Johannes Oekolampad nahmen eine Reihe weiterer Prominenter als Zuhörer teil: u. a. Martin Bucer, Jakob Sturm, Caspar Hedio, Justus Jonas der Ältere, Andreas Osiander, Johannes Brenz und Stephan Agricola. Zum Gespräch hatte der Hessische Landgraf Philipp eingeladen: er hoffte auf eine Einigung der Theologen, um mit der Einheit der protestantischen Fürsten den katholischen Kaiser zur Rücknahme der Restriktionen des Wormser Ediktes zu bewegen. Die streitenden Theologen blieben in einer grundsätzlichen Frage zerstritten: die unterschiedliche Auffassung vom Wesen des Abendmahls insbesondere zwischen Luther und Zwingli blieb bestehen. Zwar waren sie sich in der Ablehnung der katholischen Transsubstationslehre einig. Aber für Zwingli war das Abendmahl eine symbolische Bekenntnishandlung der Gemeinde, für Luther war Christus beim Abendmahl real gegenwärtig (Realpräsenz). - Im vorliegenden Buch treffen sich ein zeitgenössischer Theologe als Herausgeber und Verleger und sein Urgroßvater.