gebraucht; gut - Originalschutzumschlag fleckig und mit kleineren Fehlstellen am Buchrücken - Das Berliner Missionswerk wurde 1824 als Gesellschaft zur 'Förderung der Evangelischen Missionen unter den Heiden' gegründet. 1908: Namensänderung in 'Berliner Missionsgesellschaft (BMG)', 1992: in 'Berliner Missionswerk (BMW)'. Zwischen 1921 und 1945 war der Theologe Siegfried Knak Direktor der Berliner Mission: er war Schüler Karl Martin August Kählers und teilte dessen kirchenkritisches Vertrauen auf das 'selbstwirksame Wort des Evangeliums'; er reaktivierte in diesem Sinne nach dem Ersten Weltkrieg die Missionsarbeit insbesondere in China und Afrika. Nach 1933 wurde er als Mitglied im 'Bruderrat' der Bekennenden Kirche ein Mitstreiter Martin Niemöllers. 1927 förderte er das Projekt eines bewährten Kompilators gewissensbildender Texte, "auch einmal in einer Zusammenstellung von 'Bildern' ausschließlich die Heidenmission zu uns sprechen zu lassen" (S.3). Und der stellte Texte aus den 'letzten 17 Jahren' (1927) zusammen, die "die gottgesegnete Arbeit der Mission" in Afrika und China dokumentieren sollten (S.4). Das Buch wurde im Verlag der Berliner Missionsgesellschaft gedruckt. Und die verpflichtete für 'Titelzeichnung und Kunstumschlag' einen Grafiker, der Ende der zwanziger Jahre nach deutschvölkischem Konfessionalismus als KPD-Mitglied zur Vernunft gekommen war. Hermann Ahrens (1902-1967) überstand die 12 Jahre 1000jähriges Reich und avancierte in der bundesrepublikanischen Nachkriegwelt zum Schöpfer von Bilderwelten und Corporate Designs für Marken wie "Tengelmann", "Asbach Uralt", "Weck" oder "Astor"-Zigaretten. Politisch blieb er sich dabei treu: er half maßgeblich bei der DDR West-Propaganda der 1950er und 1960er Jahre (siehe: Karin Hartewig, Kommerz und Kommunismus: Das Doppelleben des Grafikers Hermann Ahrens, Leipzig 2019).