gebraucht; gut - Text in Fraktur - ohne Schutzumschlag; Einband an den Kanten aufgehellt - Gustav Adolf Joachim Rüdiger Graf von der Goltz (1865 - 1946) war im ersten Weltkrieg Generalleutnant, Freikorpsführer im Baltikum und entschiedener Gegner der Weimarer Republik. Am 25. Februar 1918 wurde er zum Kommandeur der 12. Landwehr-Division ernannt (ab 20. März: Ostsee-Division). Mit dem Verband kämpfte Goltz zusammen mit den vom finnischen Generalmajor Carl Gustaf Emil Mannerheim befehligten Truppen erfolgreich gegen die aufständischen Roten Garden im finnischen Bürgerkrieg. Nachdem er bereits beide Klassen des Eisernen Kreuzes erhalten hatte, wurde ihm hierfür am 15. Mai 1918 der Orden Pour le Mérite verliehen. Als Deutscher General in Finnland beteiligte er sich danach bis Dezember 1918 am organisatorischen Aufbau der finnischen Armee - das war nach dem Waffenstillstand von Compiègne. In Würdigung seiner Verdienste erhielt von der Goltz am 8. Juli 1918 den Finnischen Orden des Freiheitskreuzes I. Klasse mit Brillanten und Schwertern. Und er blieb vor Ort: am 1. Februar 1919 wurde von der Goltz Militärgouverneur von Libau (Lettland) und wenig später auch Kommandierender General des VI. Reserve-Korps, in dem reguläre Einheiten, Freikorps und einheimische Truppen lettischer, russischer und baltendeutscher Nationalität gegen die Armee Rätelettlands kämpften (Lettischer Unabhängigkeitskrieg). Die Alliierten intervenierten: u. a. Ostseesperrung für deutsche Schiffe. Das Ziel: der von Esten, Letten und Teilen der Reichswehr geforderte Abzug des Generals, dessen Truppen sich der standrechtlichen Erschießung einiger Tausend Letten schuldig gemacht hatten. (12. Oktober 1919 -knapp ein Jahr nach Waffenstillstand). Zurück in Deutschlad blieb von der Goltz bei der Sache: Beteiligung am Kapp-Putsch, nationalistisch-völkische Organisationsgründungen, Engagement in der 'Harzburger Front'. - Hinweis: die einschlägigen antiquarischen Bücher aus unserem Bestand sind Dokumente deutscher Gesinnungsgeschichte. Sie sind Grundlage für ein politisch zurechnungfähiges Verständnis des Faschismus. Insofern ist unser Angebot eine dezidierte Auffoderung zur Parteinahme gegen Strukturen und Gesinnungen, die den Nationalsozialismus ermöglichten.